Der unverhoffte Aufstieg

Auf dem Alten Postweg gibt es zukünftig nicht nur beim Harburg-Pokal wieder mehr als Kreisklassen-Niveau zu bestaunen. Foto: Düse

Bostelbeker SV hatte die Relegation vermasselt, spielt aber dennoch wieder in der Kreisliga.

Von Waldemar Düse. Für Sven Ahrens ist es ein Fall ausgleichender Gerechtigkeit. „Wir haben die letzten Jahre immer nur Pech gehabt“, sagt der Fußball-Obmann des Bostelbeker SV. „Deswegen ist es die Hauptsache, dass wir hoch gekommen sind, egal wie.“
Fünf Jahre lang hatten sich die Bostelbeker vergeblich am Aufstieg in die Kreisliga abgemüht, nur der Rückzug des SV Tonndorf-Lohe bot nun die unverhoffte Möglichkeit, als Nachrücker doch noch aufzusteigen. Die Relegation hatte der Kreisklassen-Dritte vermasselt.
Das wirft Probleme auf. Einige Spieler haben den Klub wegen des verpassten Aufstiegs verlassen, neue zu holen, war aufgrund der zu Ende gehenden Wechselfrist schwierig bis unmöglich. Das Argument „Kreisklasse“ hat keine hohe Überzeugungskraft. Dennoch war auch die Meinung des
Liga-Trainers Michael Rolfs eindeutig: „Nur hoch.“

Die ersten drei Punkte, weil Concordia II nicht antrat


„Trotzdem haben wir genügend Spieler. Und die A-Jugendlichen unserer im Winter aufgelösten Bezirksligamannschaft haben es bisher sehr gut gemacht“, freut sich Ahrens und nennt als Beispiel Keeper Ertugrul Arikel. In der kommenden Winterpause werde man versuchen, noch einmal nachzubessern, Erfolg versprechende Gespräche habe es bereits gegeben, so der Fußball-Obmann.
Neue Impulse durch den Aufstieg erhofft er sich auch für die Jugendarbeit des Vereins. Die Jugend-Abteilung unter ihrem Leiter Dieter Tietz und seinen Stellvertreter Markus Heinrich besteht immerhin schon aus sechs Teams bis hinunter in die E-Jugend, „und auch die Bambini haben wir schon, unsere Jugendabteilung ist am Laufen.“
Zulauf gibt es auch von den „Schwarzenberg-Kindern“ aus den Flüchtlingsunterkünften. „Die kommen von sich aus und sprechen meistens schon besser Deutsch als ihre Eltern. Es wird aber sortiert. Wir sagen ehrlicherweise, wenn es für sie bei uns nicht reicht“, so Ahrens.
Der Start in die so ersehnte Kreisligasaison verlief indes vielversprechend. Zum ersten Punktspiel trat der Gegner WTSV Concordia II nicht an. Erneut ein unverhofftes Geschenk. Am Alten Postweg sind sich aber alle klar darüber, dass es so nicht weitergehen kann und auch nicht muss. „Den Klassenerhalt können wir auf jeden Fall schaffen“, ist sich Ahrens sicher.
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