Der große Umbruch beim SV Wilhelmsburg

Fußball: Neues Trainergespann Reckewell / Calisgüven ließ keinen Stein auf dem anderen.

Von Waldemar Düse. In der abgelaufenen Saison hat ein weitgehend gleichstarkes Trio in der Fußball-Bezirksliga Süd den Rest klar abgehängt. Aufgrund eines einzigen nicht geschossenen Tores ist der TuS Finkenwerder damals in der Staffel hängen geblieben. Da ist es naheliegend, dass die Mannschaft vor dem Saisonstart 2014/15 zum Favoritenkreis gezählt wird.
Und dann? Ebenso naheliegend, dass ein Absteiger ebenfalls dazu gezählt wird. Beim SV Wilhelmsburg ist jedoch eine gesunde Zurückhaltung angebracht. Am Vogelhüttendeich ist unter dem neuen Trainerduo Alexander Reckewell/Ishan
Calisgüven nahezu kein Stein auf dem anderen gelassen worden. Stephan Adjouman, Cenk Durmaz, Abdessamad Erbibi, Erhan Gerdan, Himet Ime, Ioannis Iosifidis, Michel Kopmann, Gideon Knüppe haben den Verein verlassen. Alexander Schneehuber will eine Pause einlegen, André Husstedt und Reza Maohammadalikhanafshar sind in die „Alten Herren“ des Klubs gewechselt. Nur Vasco Zawada hat die Landesliga gehalten und spielt zukünftig beim Klub Kosova. Ex-Spielertrainer Peter Lascheit hat als Aktiver sogar noch einmal den Sprung in die Oberliga zum FC Süderelbe geschafft.
„Wir wollen wieder Kontinuität schaffen.“ Vor diesem Hintergrund hinterlässt diese Aussage von Liga-Obmann Dirk Zimmermann schon ein kleines Fragezeichen. Immerhin sind nicht nur die fünf Ex-HSCer Oliver Jekutsch, Aron Kolako, Marco Löffke, Serdar Yilmaz und Daniel Weber ihren Trainern vom Rabenstein zum Vogelhüttendeich gefolgt. Neu dabei sind auch Sercan Atas und Torhüter Kevin Schulz (beide Türksport), Ahmet Ongun (Rot-Weiss Wilhelmsburg) und Stefano Juhl (U-19 TSV Wandsetal) und Dennis Hamann aus der eigenen Jugend. Dass vor allen Beteiligten ein steiniger Weg liegen könnte, deutete sich schon beim Erstrunden-Pokal-Aus beim Kreisligisten Mesopotamien an.
So etwas wie den Gegenentwurf präsentiert hingegen Grün-Weiss Harburg. Der Trainer heißt weiterhin Sven Siebert und der Kader ist vorwiegend mit Spielern aus dem „eigenen Stall“ aufgefüllt worden: Etwa Marcel Elvert, Sascha Lucks, Philip Zouplna oder aus der in die Kreisklasse abgestiegenen Zweiten Mannschaft. Der Mannschaft gelang immerhin ein 6:2 in der ersten Pokalrunde bei Fatihspor, ebenfalls ein Kreisligist.
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