Das heiße Elbinsel-Derby

Türkiyes Trainer Dogan Inam weiß, was die Stunde im Elbinsel-Derby geschlagen hat

Ende im Transfer-Streit: Dogan Inam kann Vasco Zawda gegen seinen Ex-Klub Kosova am Sonntag einsetzen

Von Waldemar Düse. Ende Januar war der Hunger nach Ablenkung vom tristen Einerlei der Winterpause kaum noch zu stillen. Da waren es die beiden Fußball-Landesligisten FC Türkiye und Klub Kosova, die mit deftigen Häppchen für kurzzeitige Linderung sorgten.
Der Meisterschaftsfavorit FC Türkiye hatte seinen etwas ins Stocken geratenen Durchmarsch in Hamburgs höchste Spielklasse mit vier Neuverpflichtungen noch einmal kräftig unterfüttern wollen. Unter ihnen Vasco Zawada, damals noch beim Klub Kosova an der Dratelnstraße tätig. (Das Wochenblatt berichtete)
Wie immer in solchen Fällen war ein Haufen mittlerer Scheine im Spiel. Wie immer, wenn trotz dieses Schmiermittels nicht alles rund läuft, wird der Ton zwischen den Beteiligten rauher. Kosova beschwerte sich darüber, dass der Wechsel Zawadas am Klub vorbei eingefädelt worden sei. Türkiyes „Manager“ Klaus Klock konterte, man habe sich nichts vorzuwerfen, alles sei einwandfrei abgelaufen, schließlich sei die Initiative von Zawada ausgegangen.
Nebenbei warf man sich auch noch gegenseitig Unfähigkeit vor, entsprechend den vom Hamburger Fußballverband (HFV) dafür vorgesehenen Regeln handeln zu können. In jedem Fall dürfte sich der vom FC Türkiye ursprünglich für den Wechsel ins Auge gefasste finanzielle Aufwand spürbar erhöht haben. Zuletzt hatte der Klub Kosova dem Wechsel sogar seine Zustimmung verweigert.
Nach einer ersten Entscheidung zugunsten der Wilhelmsburger hat der HFV diese Entscheidung nun revidiert und Zawada von sofort an für spielberechtigt erklärt. Gerade noch rechtzeitig zum Elbinsel-Derby (Sonntag, 1. März, um 10.45 Uhr an der Dratelnstraße) der beiden Kontrahenten gegeneinander.
Türkiyes Trainer Dogan Inam wird den Neuen gebrauchen können, denn einige seiner Akteure werden verletzungsbedingt in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen: Dimi Tsoulakos muss mit einem lädierten Fußgelenk pausieren, Alpaslan Arslan fällt wegen einer Knie-Operation für längere Zeit aus.
Und als sei das alles nicht schon motivierendes Vorgeplänkel genug: Kosova ist mit zwei Siegen ins neue Jahr gestartet und hat dabei dem Tabellendritten Bramfeld einen 1:2-Dämpfer verpasst. Der Unterschied zwischen beiden Teams wird wahrscheinlich geringer sein als es die 19 Punkte Rückstand in der Tabelle nahelegen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.