Das gallische Dorf am Deich

Fußball: TSV Neuland mit neuen Spielern und moderner Flutlichtanlage.

Von Waldemar Düse.
Auch wenn die ersten beiden Heimspiele nur unentschieden ausgegangen sind, ist sich Horst Meyer sicher, dass die Entscheidung richtig war. „Wir haben eine Marktlücke gefunden“, freut sich der 1. Vorsitzende des TSV Neuland. Mit Beginn dieser Saison trägt die Bezirksligamannschaft des Vereins ihre Begegnungen sämtlich am Freitagabend um 19.30 Uhr aus. Mit Panteras Negras gastierte gestern (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) allerdings ein Team am Neuländer Elbdeich, das mit bislang fast doppelt so viele Punkten wie der TSV einen überzeugenden Saisonstart hingelegt hat.
Überhaupt hat sich einiges getan. „Wir haben im Umfeld vieles verbessert“, sagt Meyer. So ist auf dem gefürchteten Grantplatz, der gleichzeitig auch Schulsportplatz der Grundschule Neuland ist, die aus dem Jahr 1966 stammende Flutlichtanlage, mehr „Heizung auf Holzpfählen“ als Beleuchtung, durch eine neue ersetz worden. Bezahlt von der SAGA/GWG, die seit kurzem bekanntlich die Hamburger Schulgelände verwaltet. „Das hat uns drei, vier Jahre Vorbereitung gekostet.“
Schlagzeilen gemacht haben zuletzt die beiden Neuzugänge Ishmael Brown und Abu Snow Khartey. Wie bewegt man gestandene Oberliga-Akteure zu einem Wechsel zu einem Bezirksligasiebten? „Dabei haben uns Sponsoren geholfen, über die die Spieler beispielsweise Jobs bekommen“, verrät Meyer.
Nach dem Landesliga-Abstieg vor zwei Jahren, in dessen Folge zehn Spieler den Liga-
kader verließen, gab es einen Neuaufbau: „Sportlich war das am Rande der Rasierklinge entlang“, so Meyer. Nun glaubt der 1. Vorsitzende an spielerische Fortschritte bei der Ligamannschaft. Besonders, seitdem mit Yasar Sahin ein ehemaliger Jugendspieler den Weg zurück gefunden. Nach einem völlig missratenen Abstecher in die dritte türkische Liga wartet der 22-jährige (ehemals Buchholz, Oststeinbek und Halstenbek-Rellingen) allerdings noch auf seine Freigabe.
„Bei uns läuft derzeit alles“, blickt Meyer optimistisch in die Zukunft. „In dieser Saison wollen wir unter den ersten sieben, acht Mannschaften landen.“ Eine Fusion, über die in einigen anderen Vereinen seit einiger Zeit angestrengt nachgedacht wird, ist für den 400 Mitglieder starken Verein kein Thema. „Wir, das kleine gallische Dorf, sind kerngesund.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.