„Dafür braucht man Bekloppte!“

Acht Jahre ist Mario Weiß jetzt schon Trainer bei Vorwärts Ost. Foto: Düse

Kreisliga: Nach zwei Klatschen muss sich Vorwärts Ost erst mal schütteln

Von Waldemar Düse. Das ursprüngliche Saisonziel war ehrgeizig. „Wir wollten um den Aufstieg mitspielen“, sagt Mario Weiß, Trainer des Fußball-Kreisligisten Vorwärts Ost. Ein guter Saisonstart mit nur einer Niederlage in den ersten acht Begegnungen schien darauf hinzudeuten, dass dieses Ziel nicht vollkommen aus der Luft gegriffen war. Schließlich hatte der Klub aus Georgswerder sich gut verstärkt: Sowohl Yosef Mustafa als auch Mahsum Oruk, Botan Sabir und Silvano Weiß hatten bereits höherklassig gespielt.
Aber dann gab es zwei Klatschen am Stück, 0:9 gegen Zonguldakspor und zuletzt 2:10 gegen den FC Viktoria. „Wir hatten schlechte Tage und Zonguldakspor ist keine Kreisligamannschaft, die werden in einer Liga für sich spielen“, ist sich Weiß sicher. Aber das ist nicht alles, das ist auch Mario Weiß klar. „Zuletzt ist die Trainingsbeteiligung immer schlechter geworden, was zum Teil daran liegt, dass wir viele Schichtarbeiter haben.“

Acht Jahre ist Mario Weiß jetzt schon Trainer bei Vorwärts Ost

In der Winterpause wolle er versuchen, weitere Verstärkungen an die Rahmwerder Straße zu holen. Mario Weiß sagt das ohne Vorwurf in der Stimme. Der alte Arbeitersportverein hat kaum 100 Mitglieder. Da liegt es in der Natur der Sache, dass es schwierig ist, Unterstützung zu bekommen. Gerade hat sich der langjährige Betreuer Matthias Zinselmeyer zurückziehen müssen. Arbeit und Spaß ließen sich einfach nicht mehr auf einen Nenner bringen. Immerhin gibt es mit Holger Weber einen Nachfolger.
„Man braucht Bekloppte für so etwas.“ Mario Weiß ist so einer, seit acht Jahren trainiert er die Ligamannschaft bei Vorwärts Ost. Aber er würde gerne „in den Hintergrund treten“, nicht mehr trainieren und an Wochenenden den Vorturner an der Seitenlinie geben. Aber erst einmal einen Nachfolger finden!
Dabei sieht er Vorwärts Ost im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten auf einem guten Weg. „Das Vereinsteam ist besser geworden.“ Gemeint sind damit die Vorsitzende Angela Westfehling und ihre Mitstreiter. Nun gelte es, in der Winterpause die Ligamannschaft durch weitere Neuzugänge besser zu machen. „Wir können jetzt nur noch von Spiel zu Spiel denken und wollen den Anschluss nicht verlieren“, so Weiß.
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