„Charaktertest“ auf dem Hartplatz

Hohe Sprünge: Strafraumszene vom Harburg-Derby auf der Jahnhöhe, das der HTB mit 5:1 gegen den HSC gewann. Foto: Düse

Fußball: Bezirksligist Harburger TB vor dem Pokalspiel gegen Sasel.

Waldemar Düse.
Charaktertest nennt man das wohl: Sonntags morgens um 10 Uhr im November an der Wendenstraße auf einem der unwirtlichsten Grandplätze Hamburgs Fußball spielen zu müssen. „Wir wollen in der Meisterschaft weiterhin eine gute Rolle spielen“, sagt Ingo Brussolo, Coach des Bezirksliga-Spitzenreiters Harburger TB (HTB) vor dem Auswärtsspiel bei Aufsteiger Fatihspor.
Anlass dieser Betonung der Hausaufgaben, des „Schwarzbrots“, war die Auslosung des Achtelfinales im Oddset-Pokal, die einem der beiden noch verbliebenen Bezirksligisten den Oberliga-Absteiger TSV Sasel als Gegner bescherte. „Unsere Chancen stehen nicht unbedingt bei 50:50, Sasel ist schon leichter Favorit.“ Gelingt dem HTB am 8. Dezember nach dem 4:1 gegen den ebenfalls in der Landesliga spielenden SC Poppenbüttel ein weiterer Coup?
Der Klub Kosova hat es dagegen in der 2. Pokalrunde nicht geschafft, den Landesligisten FC Türkiye auszuschalten. Das hat aber nicht unbedingt zu mehr Souveränität geführt, wie nicht zuletzt das 2:0 der Wilhelmsburger gegen den Tabellendritten Panteras Negras gezeigt hat, das erst in der Nachspielzeit eingetütet wurde. Auch vom unwirtlichen „Hartplatz“ an der Wendenstraße weiß die Mannschaft von Trainer Thomas Beyer ein Lied zu singen: Beim 1:0 gegen Fatihspor bot der Tabellenzweite eine wenig berauschende Vorstellung. Der „Hartplatz“ des kommenden Gegners Sporting gleich „um die Ecke“ ist zwar etwas besser in Schuss – aber auch die Auswärtsbegegnung beim erst mit einem Pünktchen ausgestatteten Schlusslicht ist – ebenfalls ein Charaktertest.
„Charakter zeigen“ – das ist auch das Stichwort für die Wochen bis zur nahenden Winterpause für den gebeutelten HSC. „Es sollte nicht sein“, hatte Trainer Alexander Reckewell die 1:3-Heimniederlage gegen Dersimspor kommentiert. Das klingt bereits sehr danach, dass sich der HSC-Coach mit dem abgefahrenen Meisterschaftszug abgefunden hat. Mal sehen, wie sich angesichts dieser Zukunftsaussichten die Mannschaft – nicht nur am heutigen Sonnabend, 3. November, um 14 Uhr gegen Grün-Weiss Harburg – präsentiert.
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