Charaktertest an der Dratelnstraße

„Es gibt neue Sponsoren“: Einigkeits Obmann Dieter Ehler. Foto: Düse

Fußball: Einigkeit Wilhelmsburg nur Mittelmaß in der Kreisliga!

Von Waldemar Düse. Es gibt keinen Grund, euphorisch zu sein. Platz elf und 23 Punkte – halb so viele wie der Spitzenreiter – verführen auch nicht gerade zum Träumen von höheren Zielen. Das hatten sie sich beim Kreisligisten ESV Einigkeit anders vorgestellt. „Wir wollten eigentlich im oberen Drittel mitspielen. Aber viele Spieler hatten Mühe, sich umzugewöhnen“, versucht Obmann Dieter Ehler eine Erklärung für das bislang unbefriedigende Abschneiden der Wilhelmsburger.
Immerhin zehn Akteure waren nach dem letztjährigen Bezirksliga-Abstieg nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem ASV Hamburg noch geblieben. Viele Neuzugänge hatten den Weg an die Dratelnstraße allerdings nicht gefunden. „Der Charakter dieser Liga ist schlecht geworden. Die Geldforderungen vieler Spieler sind für die Kreisliga einfach zu hoch“, sagt Ehler. Man sei gezwungen, mit einem relativ dünnen Kader von 17 Spielern über die Runden zu kommen. Mit dem Verhalten Einiger kann er sich jedoch ganz und gar nicht anfreunden. „Wenn fünf Spieler eine Stunde vor dem Anpfiff einer Partie absagen, dann ist das eine Frechheit“, übt der Obmann deutliche Kritik.
Über die Runden zu kommen – um mehr geht es dem Verein in der laufenden Saison nicht mehr. Zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sollten nach Ehlers Ansicht für den Klassenerhalt reichen. „Insofern haben wir mit der Spielzeit 2013/14 abgeschlossen.“ Und weil bekanntlich jedem Ende ein neuer Anfang innewohnt, beschäftigt man sich an der Dratelnstraße bereits intensiv mit der Spielzeit 2014/15. „Es gibt neue Sponsoren und in der kommenden Saison werden einige unserer früheren Spieler zu uns zurückkommen. Und ein neuer Liga-Manager wird auch kommen“, so Ehler. „Geplant ist dann der Aufstieg in die Bezirksliga.“
Damit es im Hinblick auf die Zukunftsplanungen in der Rückserie keine unangenehme Überraschung gibt, will der ESV seinen Kader in der Winterpause mit einigen neuen Akteuren auffüllen. „Aber fest ist noch nichts“, so Ehler. Für die nahe Zukunft baut der Obmann auch auf die junge A-Jugend des Vereins. „Da sind drei oder vier interessante Spieler dabei.“ Vielleicht noch genügend Zeit für eine Charakterschulung über Sinn und Unsinn von Geld im unteren Amateurfußball.
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