Bettin und Garcia: Die Gelassenen vom Jägerhof!

Noch sind Thorsten Bettin (links) und Manuel Garcia zu Scherzen aufgelegt. Foto: Düse

Fußball-Landesliga: FTSV Altenwerder will auf neuem Kunstrasen früh den Klassenerhalt sichern.

Von Waldemar Düse. Auch Fußballinteressierte mit Kurzzeitgedächtnis werden sich noch an Zeiten erinnern, da wurde beim FTSV Altenwerder unverhohlen von der Oberliga geredet. Nicht vom Trainergespann Thorsten Bettin/Manuel Garcia und daran hat sich auch in der Anfangsphase der Saison nichts geändert.
„Ich möchte den Klassenerhalt diesmal früher in der Tasche haben“, formuliert Bettin ein nur auf beim ersten Zuhören bescheidenes Saisonziel. In der abgelaufenen Runde war der Erhalt der Landesliga Hansa erst am drittletzten Spieltag eingetütet worden. „Wir haben eine vollkommen neue, noch sehr junge Mannschaft“, liefert er die Begründung gleich mit.
Und wenn er sagt: „Jetzt hat das alles hier Gesicht“, meint er seinen Kader damit (noch) nicht. Gemeint ist vielmehr die neue Kunstrasenanlage am Jägerhof und die mit ihrer Errichtung einher gegangenen Verbesserungen im Umfeld.
Am Gesicht des Kaders muss sicherlich noch längere Zeit modelliert werden. „Die Spieler sind sehr jung und laufen noch irgendwo hin“, so Bettin in seiner bekannt lockeren Art. Über die Schwere der Aufgabe im Schatten des erstarkten Nachbarn FC Süderelbe macht er sich keine Illusionen. Der Oberliga-Aufsteiger hat sich gerade Boris Shtarbev geangelt, Altenwerders besten Akteur der vergangenen Spielzeit.
Doch auch in der eigenen Liga ist die Konkurrenz schon stark genug. Selbst der morgige Derby-Gegner Kosova oder der andere Aufsteiger Dersimspor machen dem FTSV Altenwerder das eigene Revier streitig, verfügen offensichtlich aber über aktuell deutlich höhere finanzielle Mittel. „Unsere Neuzugänge sind im Anflug, einige haben früher mal bei Altenwerder gespielt, sind jetzt von anderen Vereinen zurückgekehrt und wohnen in Harburg“, sagt Bettin.
Ob der zufriedene und in sich ruhende Eindruck, den Altenwerders Trainerduo derzeit macht, Bestand haben wird, wird sich im Saisonverlauf zeigen. Von Beginn an Druck – wie der noch punktelose dritte Aufsteiger Harburger TB – hat der FTSV Altenwerder mit seiner bislang komplett ausgeglichenen Bilanz noch nicht. Aber bekanntlich kann so etwas sehr schnell gehen, wie der Blick an die Wilhelmsburger Landesgrenze zum FC Türkiye zeigt. Erst einen Punkt hat der Aufstiegsfavorit geholt und darf in Hamm nicht verlieren.
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