Beim FC Viktoria ist der Wurm drin

Bei Viktorias Trainergespann Michael (links) und Thomas Krivolahvek regieren derzeit die Sorgenfalten auf der Stirn. Foto: Düse

Kreisligist von der Winsener Straße hat schon Rückstand auf Aufstiegsplätze

Waldemar Düse. Einen hat Michael Krivolahvek noch. Einen Trost. „Wir sind noch in Schlagdistanz“, sagt der Trainer des Fußball-Kreisligis-ten Viktoria Harburg. Rang acht und fünf Punkte Rückstand auf Tabellenplatz zwei, das sei noch nicht zu viel, um das ursprüngliche Saisonziel nicht aus den Augen zu verlieren. „Klar, wir wollten vor Saisonbeginn um den Aufstieg mitspielen.“
Nachdem fast ein Drittel der Saison gespielt ist, regiert an der Winsener Straße aber der Blues. „Ich habe im Kader mal herumgefragt. Mit dem Ergebnis, es herrscht eine leicht bedrückte Stimmung. Von Aufstieg redet im Moment keiner mehr“, so Krivolahvek. „Bei uns ist irgendwie der Wurm drin.“
Gründe, die Viktoria so schmackhaft für das Krabbeltier machen, kann Krivolahvek eine Menge anführen. Zunächst einmal die Urlaubsplanung wichtiger Akteure. „Das sieht man schon an unserem Torverhältnis, das eine Vollkatastrophe ist“, kritisiert Viktorias Coach in gewohnter Deutlichkeit.
Besserung sei aber in Sicht, weil seine beiden Angreifer Juan de Hopper und Ümüt Inair nun wieder trainieren und den Spätsommer in Norddeutschland genießen. Und dann noch Tobias Beck, eine weitere angreifende Fachkraft. Der 30-Jährige laboriert an einer hartnäckigen Hüftverletzung, hat aber nun ärztlicherseits grünes Licht zum Weiterspielen bekommen. Operiert wird dann in der Winterpause.
Beim Stichwort „Ärzte“ kommt es aber vor, dass Krivolahvek einen richtigen Hals bekommt. Im April ist sein Sohn Jannik beim Willy-Uder-Turnier in der Halle aufs Knie gefallen und hat danach trotz mehr oder weniger starker Schmerzen immer mal wieder versucht zu spielen. „Die Diagnosen lauteten zwei Monate lang ‘Prellung’“, ärgert sich der Trainervater. Erst der ehemalige Arzt des FC St. Pauli Carsten Lütten habe dann einen Kreuzbandriss festgestellt. „Er ist unser zentraler Mittelfeldspieler, der einzige, den wir nicht ersetzen können.“
Aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt. „Ich hoffe, dass es von nun an langsam bergauf geht, dass wir uns spielerisch und auch kämpferisch steigern“, hofft Krivolahvek. Wohl wissend, dass sein Meis-terschaftsfavorit Rot Weiss Wilhelmsburg sich zwar noch nicht als der Überflieger präsentiert hat, aber immer noch ungeschlagen und bereits acht Punkte weg ist.
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