Aufstiegsfavorit trifft Oberligisten

Türkiyes Ex-Kapitän Christian Fuchs (27) ist in der großen Personal-Rotation Türkiyes zum Aufsteiger und neuen Staffel-Konkurrenten Dersimspor gewechselt. Foto: Düse

Fußball-Pokalknaller am heutigen Sonnabend, 26. Juli, an der Landesgrenze: FC Türkiye gegen Altona 93

Von Waldemar Düse. Zumindest für den Konkurrenten von der Elbinsel ist die Sache klar. Angesichts des Kaders müsse der FC Türkiye „mit 20 Punkten Vorsprung durch die Liga marschieren und aufsteigen“, sagte Kosovas Trainer Thorsten Beyer jüngst einem Amateurfußball-Fachmagazin. Aber nur wenn – und jetzt kommt die entscheidende Einschränkung – der Trainer die Zügel in der Hand behalte.
Der heißt vor dem Oddset-Pokal-Knaller Türkiye gegen den Oberligisten Altona 93 (am heutigen Sonnabend, 26. Juli, 15 Uhr, Landesgrenze) zum wiederholten Mal Dogan Inam. Nach den drei eher weniger erfolgreichen Kurzgastspielen der Trainer Teodore Fici, Klaus Klock und Ercan Demir hat Türkiyes Präsident und starker Mann die Sache letztlich wieder selbst in die Hand genommen.
Und eine starke Hand wird notwendig sein, um nach diversen schon im Ansatz stecken gebliebenen Anläufen endlich dorthin zu kommen, wo der heutige Pokal-Kontrahent schon seit langem zuhause ist – in Hamburgs höchster Spielklasse.
Standortbestimmung? Viele Spieler sind noch im Urlaub
Die Wilhelmsburger schicken nach bisherigem Stand fast eine komplett neue, oberligaerfahrene Mannschaft ins Rennen. Vom Oststeinbeker SV ist Keeper Yalcin Ceylani gekommen, vom Hamburger Vizemeister der abgelaufenen Saison, Curslack-Neuengamme, Christopher Mahrt, Philip Pettersson, Alexander Pohlmann und Martin Sobczyk. Auch Deniz Kacan und Roman Schmer haben für den heutigen Pokal-Gegner bereits in der Oberliga gespielt. Und nicht zuletzt der im Sommer 2013 vom damaligen Meister FC Elmshorn gekommene Sascha de la Cuesta.
Eine Standortbestimmung kann dieses Aufeinandertreffen für die Wilhelmsburger noch nicht sein. Einige Akteure sind noch im Urlaub, andere wie da la Cuesta gerade erst zurückgekehrt. Bei dieser Konstellation und so vielen Neuzugängen kann es noch keine eingespielte Mannschaft geben. Allein wird auch Dogan Inam diese Aufgabe nicht lösen können. Dazu ist er schon beruflich zu stark gefordert und häufig für längere Zeit unterwegs. Die Kunst wird darin bestehen, dass die „Daheimgebliebenen“ zu diesen Zeiten ebenso seriös und konsequent weiter arbeiten, wie man das von Dogan Inam kennt. Ein Selbstgänger wird der Aufstieg nämlich nicht.
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