„Anstrengendes halbes Jahr“

Es hat nicht gereicht für Grün Weiss Harburg: Bernd Kock (stehend), dahinter Sven Schlage sitzend, hören auf. Foto: Düse

Bernd Kock und Sven Schlage hören nach Grün-Weiss-Abstieg auf.

Von Waldemar Düse. Auch die Hoffnung ist dann doch noch gestorben. Zuletzt, wie es sich gehört. Lähmende Niedergeschlagenheit hängt über der Scharfschen Schlucht nach dem Abstieg des SV Grün-Weiss Harburg aus der Bezirksliga Süd.
„Die Enttäuschung ist riesig. Ich hatte fast nicht mehr mit dem Abstieg gerechnet“, gesteht Bernd Kock mit dem Abstand weniger Tage zu. Gemeinsam mit Sven Schlage hatte er zum Jahresbeginn das Training des Abstiegskandidaten übernommen. Gemeinsam haben die beiden nun die Konsequenzen aus dem Abstieg gezogen und ihre Arbeit bei Grün-Weiss beendet. „Wir sind unter der Prämisse des Klassenerhalts angetreten. Dieses Ziel haben wir nicht erreicht, wir sehen uns in der Verantwortung und haben die Konsequenzen gezogen“, erklärt Kock den Schritt des Trainerduos.

Entgegen dem Wunsch des Vereins, der gerne mit ihnen weiter gearbeitet hätte. „Hätten wir den Klassenerhalt geschafft, wären wir geblieben.“
Die Zeichen stehen in der Scharfschen Schlucht somit nach sechsjähriger Bezirksliga-Zugehörigkeit auf einem kompletten Neubeginn. „Dafür ist in meinen Augen ein unverbrauchter Trainer notwendig. Es war ein sehr anstrengendes halbes Jahr“, so Kock. Und als „Abstiegstrainer“ sei man nicht unverbraucht.
Keinen Zweifel lässt er jedoch daran, dass dieser Abstieg hätte verhindert werden können. „Die Mannschaft hat sich reingekniet und auch Ergebnisse geliefert“, betont Kock. Aber im letzten Spiel gegen den Meister Nikola Tesla hätten die Nerven der Spieler versagt. „Wir haben unsere Chancen einfach liegen gelassen.“ Sehr zur Freude des TSV Neuland, der durch einen unerwarteten Sieg beim FC Süderelbe II dem Abstieg in fast letzter Minute doch noch entrinnen konnte.
Keinen Zweifel lässt Kock jedoch auch daran, dass der Grund für den Abstieg nicht nur der gewesen sei, dass es keinen Fußballgott gebe. „Die Entscheidung für einen Trainerwechsel hätte früher fallen müssen“, gestattet er sich auch eine leise Kritik. Vier Punkte aus den ersten 13 Spielen: „warum ist solange gewartet worden?“ Das ist nicht die einzige Frage, die die Verantwortlichen bei Grün-Weiss beantworten müssen. Kock und Schlage wollen nun erstmal eine Pause einlegen. „Ich bin kein Vereinshopper“, sagt Kock.
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