Als Jahn in der Verbandsliga kickte

Die Ligamannschaft des TV Jahn 1970. Foto: archiv düse

Aus dem Harburger Fußball-Archiv: Der TV Jahn
Wilhelmsburg schaffte 1965 den Aufstieg

W. Düse, Wilhelmsburg

Nach drei vergeblichen Anläufen hat es im Sommer 1965 endlich geklappt. Bereits in seinem ersten Jahr als neuer Trainer schafft Hans Schulz mit dem TV Jahn endlich den ersehnten Aufstieg in die Verbandsliga. Das hört sich heute gewaltiger an, als es damals gewesen ist. Die Wilhelmsburger sind nun einer von 44 hamburgischen Zweitligisten.
Groß ist die Freude in Kirchdorf ein Jahr später, als es ihm gelungen ist, den Aufsteiger verhältnismäßig nervenschonend in der Liga zu halten. Sein Nachfolger wird sein Vorgänger Ewald Magdziak. Es dauert bis in den Herbst hinein, bis sich Trainer und Team gefunden haben. In den ersten fünf Saisonspielen schießt die Mannschaft kein Tor, erst nach zwei 1:0-Erfolgen hintereinander gegen Altona 93 (Amateure) und den FC St.Pauli (Amateure) läuft es besser. Platz sechs im Frühsommer 1967 kann sich sehen lassen. Mit der Ruhe ist es jetzt aber vorbei.
Gnadenloser Abstiegskampf im Jahr 1969
Magdziak muss für die neue Saison einige Neulinge einbauen: Lothar Baesel, Torwart Hammeley, Harald und Hans-Heinrich Heidbrack sowie Hannes Knitter kommen neu in die Mannschaft. Erst am letzten Saisonspieltag entscheidet sich der Klassenerhalt. Durch ein 1:1 beim ebenfalls stark bedrohten Grün-Weiß 07 hangelt sich der TV Jahn gerade soeben noch auf den viertletzten Tabellenplatz. Aber dies ist erst das Vorspiel gewesen. Der Höhepunkt kommt noch.
Als hätte er es geahnt, verlässt Magdziak den Klub, der TV Jahn geht mit Spielertrainer Erwin Rudnik in die Spielzeit 1968/69. Für die erneut auf einigen Positionen veränderte Mannschaft soll es eine denkwürdige werden. Harald Heidbrack ist nach Finkenwerder gewechselt, Dieter Derix zurück zu Wilhelmsburg 09 gegangen. Aus dem eigenen Nachwuchs ist Renald Büchler in die Liga aufgerückt.
Es wird gnadenlos. Drei Spieltage vor Saisonschluss können von den 14 Mannschaften noch elf absteigen. Am Ende ist der TV Jahn Siebter, Vorletzter und Zweiter sind nur durch acht Punkte voneinander getrennt.
Da der Hamburger Fußballverband die Zahl der Zweitligisten vom Sommer 1970 an von 44 auf 33 verringern will, muss es sechs Absteiger geben. Die durch die Rückkehrer Heidbrack und Jürgen Holdack (Altenwerder) verstärkte Mannschaft schafft auf Platz sechs tatsächlich drei Punkte mehr als notwendig und ist im Sommer 1970 Wilhelmsburgs einziger Verbandsligist, über sich nur den Landesligisten „09“.
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