Alle Entscheidungen vertagt

Augen zu und durch: Für Dersimspor und Fatih Polat (Mitte) wird es ein enger Titelkampf. Foto: Düse

Fußball-Bezirksliga: Dersimspor nutzt Finkenwerders Schwächeperiode im Aufstiegskampf nicht aus

Von Waldemar Düse. In der Fußball-Bezirksliga Süd deutet alles darauf hin, dass es sowohl im Meisterschaftsrennen als auch im Kampf um den Klassenerhalt keine vorzeitigen Entscheidungen geben wird. Viel wird also darauf ankommen, möglichst ruhig weiterzuarbeiten und die Nerven zu behalten. Nicht allen Beteiligten scheint das zu gelingen.
So schwächelte der einstige souveräne Tabellenführer Finkenwerder nach der Winterpause mit zwei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen so lange vor sich hin, bis er die Spitzenposition an Dersimspor verlor. Als es dann so aussah, als könne sich Dersimspor etwas absetzen, kassierte die Mannschaft am vergangenen Wochenende eine überraschende 1:2-Heimpleite gegen den TSV Neuland. Eine Woche zuvor in Buchholz waren Dersimspors Angreifer Zana Demir und der Buchholzer Osman Akgün in der Schlussminute aneinander geraten. Wie immer gibt es unterschiedliche Versionen über das Geschehen, das Sportgericht sperrte Demir nun jedoch wegen Spuckens für ein Jahr. Sollte diese Sperre gegen Dersimspors bislang besten Torschützen (elf Treffer) Bestand haben, könnte das im Titelkampf entscheidenden Einfluss haben.
Bessere Nerven könnte auch der Harburger SC gut brauchen. Nach dem 2:0 gegen den Abstiegs-Mitkonkurrenten BSV 19 war vielerorts noch von einem Befreiungsschlag die Rede. Befreit wovon? Es folgte eine 1:4-Pleite beim ebenfalls stark bedrohten, aber wiederbelebten FC Süderelbe II, die den HSC auf den vorletzten Platz abrutschen ließ. Am heutigen Sonnabend, 22. März, 15 Uhr, kommt Dersimspor zum Rabenstein.
In der vergangenen Woche war an dieser Stelle die Rede von der Wichtigkeit kompetenter Personen im Umfeld der Vereine. Ein Lied kann davon jetzt Kreisligist FSV Harburg-Rönneburg trällern. Bei einer Überprüfung hatte der Hamburger Fußballverband Verstöße bei der Online-Passantragstellung gegen die „Rechts- und Verfahrensordnung“ des Verbands festgestellt. Die FSV wurde daraufhin zu einer Geldstrafe von 1.920 Euro verknackt. Die FSV kann das happige Bußgeld noch auf die Hälfte reduzieren, wenn die festgestellten Verstöße bis zum 18. April behoben werden. Kleiner Trost: Dem abstiegsbedrohte Drittletzten der Staffel 1 wurden immerhin keine der so dringend benötigten Punkte aberkannt.
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