Abstiegskampf am Rabenstein

Muss die HSC-Flagge am Rabenstein demnächst auf Halbmast gesetzt werden? Foto: Düse

Fußball: Harburger SC hofft auf die Rettung

Von Waldemar Düse. Das hatten sich am Rabenstein alle etwas anders vorgestellt. Sowohl in der Fußball-Bezirksliga Süd als auch in der Kreisliga 1 droht dem HSC vier Spieltage vor Saisonschluss der Abstieg. Insbesondere für die Kreisligamannschaft der Rot-Schwarzen – Tabellenletzter mit sieben Punkten Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz – sieht es düster aus.
„Unsere Hoffnung ist aber noch nicht gestorben“, blickt HSC-Spieler Damir Bucar dem „Schicksalsspiel“ bei Grün-Weiss II entgegen. In der Scharfschen Schlucht wird es aber keine Geschenke geben, liegen die Gastgeber doch auf jenem ersten Nicht-Abstiegsplatz. Um auch nichts unversucht zu lassen, hat sich der Klub von seinem Trainer Ahmet Kücükler getrennt. „Wir sind zwar begeistert von seiner Arbeit, wollten aber alle Register ziehen“, so Bucar.
Auf Hilfe in Form von abgestellten Ligaspielern kann die zweite Mannschaft erst dann hoffen, wenn die Bezirksligamannschaft gesichert ist. Zu spät für eine Rettung. Der HSC II muss alle seine noch ausstehenden fünf Partien gewinnen und auf Punkteverluste seiner Konkurrenten Neuland II, HTB II und Grün-Weiss II hoffen. Allesamt ernsthafte Kandidaten für eine „Ligahilfe“.
Kücükler war zu Saisonbeginn mit dem Ziel angetreten, oben mitzuspielen. „Wenn ich mit diesem Kader nicht unter die ersten Vier komme, habe ich irgendetwas falsch gemacht.“ Das krasse Missverhältnis zwischen Anspruch und Wirklichkeit kann sich niemand schlüssig erklären. „Wir wissen selbst nicht, warum wir Letzter sind“, so Bucar.
Auch in der Liga klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Trainer Alexander Reckewell hat es nicht geschafft, einen homogenen Kader zu formen, in dem jeder für den anderen kämpft. Eine Mentalität, die den Kampf um den Klassenerhalt aber entscheiden wird.
So weiß derzeit auch niemand genau zu sagen, wie es mit beiden Mannschaften in der neuen Spielzeit weitergehen wird. „Es besteht durchaus die Gefahr, dass unser Kader auseinanderfällt. Für einen Gang in die Kreisklasse müssen wir bei den meisten Spielern noch erhebliche Überzeugungsarbeit leisten“, befürchtet Bucar für die zweite Mannschaft. Er selbst kann sich vorstellen, dort zukünftig als Trainer zu fungieren.
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