Abstieg trotz Sieg

Auch Rot-Weiss-Stürmer Yasin Topal (r.) konnte mit seinen Toren den Abstieg nicht verhindern. Foro: rp

Fußball-Bezirksliga: Rot-Weiss Wilhelmsburg muss nach einem Jahr wieder runter

Von Rainer Ponik. Es war bezeichnend für eine völlig verkorkste Saison: Mit dem letzten Aufgebot reisten die Bezirksligakicker von Rot-Weiss Wilhelmsburg am letzten Spieltag zum Tabellenletzten Störtebeker SV – um die Partie zu gewinnen und auf ein kleines Fußballwunder zu hoffen.
Der Start in die Begegnung ließ allerdings viel Zuversicht aufkommen, denn die Rot-Weißen, die auf fremden Plätzen zuvor erst elf Punkte gesammelt hatten, spielten von Anfang an druckvoll nach vorn, kombinierten gefällig und schossen bis zur Halbzeit einen sicheren 5:0-Vorsprung heraus.
Auch nach dem Wechsel war zunächst Spielfreude Trumpf. Rot-Weiß erhöhte auf 7:0, doch in der 70. Minute machte die Nachricht von der 4:1-Führung des FC Türkiye II im zeitgleich ausgetragenen Spiel beim FC Süderelbe II auch auf dem Spielfeld die Runde und ließ die letzten Hoffnungen auf den Klassenerhalt platzen, denn nur ein Unentschieden zwischen den Ligakonkurrenten hätte für die Wilhemsburger noch zu einem Happy-End im Kampf um den Klassenerhalt führen können.
Fortan war den Gästen der Frust über den nicht mehr vermeidbaren Abstieg deutlich anzumerken. Der bis dahin gute Einsatz ließ deutlich nach, nach verlorenen Zweikämpfen ließ man die Gegenspieler schon mal kampflos davonziehen und diskutierte lieber mit dem Schiedsrichter. So fiel der – am Ende allerdings bedeutungslose - Sieg am Ende mit 8:4 natürlich knapper als nötig aus.

Mehrere Trainerwechsel und Verletzungspech

Nur ein Jahr nach dem souveränen Aufstieg kehrt Rot-Weiss wieder in die Kreisliga zurück. Es war schon vor der Saison klar, dass es nicht einfach werden würde, denn mit Torjäger Murat Bayram, der zusammen mit Abwehrchef Mohammed Ceylan überraschend zum Kreisligisten Viktoria Harburg wechselte und Spielmacher Selcuk Ceylan, der Rot-Weiß in Richtung Neuland verließ, kehrten noch weitere Spieler der Aufstiegself dem Club vom Rotenhäuser Damm den Rücken.
Mehrere Trainerwechsel und viel Verletzungspech während der Spielzeit gaben den Rot-Weißen dann den Rest. „In den nächsten Tagen werden wir uns zusammensetzen und überlegen, wie es weitergeht“, sagt Aufstiegscoach Erdal Kilic, der den Trainerjob erst vor drei Wochen wieder übernommen hatte, den direkten Wiederabstieg aber auch nicht mehr verhindern konnte.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.