Abdelhak hat sich und die Gegner im Ring im Griff

Erster Gratulant beim Nachwuchscup war Namensgeber Jürgen Blin. Der ehemalige Europameister im Schwergewicht fand für die Leistung des Box-Out-Kämpfers anerkennende Worte und überreichte Abdelhak Jihad den Siegerpokal. Foto: Ponik

Nachwuchstalent von Box Out wird immer stärker

Von Rainer Ponik. Was 2007 als Projekt zur Gewaltprävention in sozialen Brennpunkten begann, hat sich in den letzten Jahren zu einer Institution im Bereich der Jugendhilfe entwickelt: Box Out kooperiert mit mehr als 30 Schulen und vermittelt durch das Boxen Werte wie Disziplin und Respekt, die den meist sehr jungen Sportlern auch außerhalb des Ringes weiterhelfen.
Im Oktober 2014 erweiterte Box Out sein Angebot und kümmert sich seither auch um unbegleitete, jugendliche Flüchtlinge. Trotz interner Schwierigkeiten – einige Trainer und Kämpfer verließen die gemeinnützige Gesellschaft – haben Geschäftsführer Christian Görisch und sein Team ihr Engagement fortgesetzt. Auch ein Ortswechsel von der Veddel nach Hammerbrook, hat Box Out recht schadlos überstanden.

„Es hat sich gelohnt“, findet Christian Görisch

„Es war zwar ein aufwändiger und kostspieliger Neustart, aber es hat sich gelohnt!“, freut sich Görisch darüber, dass zum aktuellen Trainerteam auch ehemalige Deutsche Meister wie Lukas Schulz und Leyla Horn zählen.
15 Stiftungen, darunter auch die renommierte BürgerStiftung Hamburg unterstützen die Arbeit der Mitarbeiter von Box Out und tragen wie ein Förderkreis dazu bei, dass die soziale Arbeit mit den Jugendlichen finanziert werden kann.
Wie wertvoll die Arbeit mit Jugendlichen sein kann, zeigt das Beispiel von Abdelhak
Jihad, dessen Strafregister schon ein beträchtliches Ausmaß annahm, bevor er bei Box Out
einen besseren Weg einschlagen konnte. „Das Boxen hat Abdelhaks persönlicher Entwicklung einen enormen Schub verpasst“, freut sich Christian Görisch darüber, dass sein Schützling die Schule besucht, in einer Jugendwohnung lebt und bereits erfolgreich einige Berufspraktika absolviert hat.
Zudem ist er in sportlicher Hinsicht ein großes Talent. Was er innerhalb weniger
Monate gelernt hat, konnte der 17-Jährige zuletzt beim Jürgen-Blin-Nachwuchscup zeigen, wo er dem Eilbeker Nawid Amiri eindrucksvoll die Grenzen aufzeigte. Auch die Vorrunde der Hamburger Jugendmeisterschaften, wo er sich mit Agons Djamshed Aksir auseinandersetzen musste, überstand
Abdelhak Jihed mit Bravour.
Bereits am heutigen Sonnabend steht Abdelhak Jihad wieder im Ring. Im Halbfinale muss er sich in der Klasse bis 64 Kilo mit Titelfavorit Rifat Kwasniak auseinandersetzen, der früher ebenfalls für Box Out die Fäuste fliegen ließ.
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