6:11-Pleite für Poseidon

Als Claudio Sambito den SV Poseidon mit 2:1 in Führung brachte, lebte die Hoffnung auf einen Sieg im ersten Play-Down-Spiel noch. Foto: witte

Wasserball-Bundesliga: Klassenerhalt in Gefahr

RAINER PONIK/ JENS WITTE;
HAMBURG-SÜD

Lange Zeit sah es so aus, als solle der Klassenerhalt für Bundesligaaufsteiger SV Poseidon ohne größere Probleme gelingen. Doch im Kampf gegen den Abstieg könnte es für die Schützlinge von Trainer Florian Lemke in Deutschlands höchster Spielklasse nach der überraschenden 6:11-Niederlage gegen den SV Krefeld 72 nun doch noch einmal sehr knapp werden.
Die Enttäuschung über die Niederlage im Wilhelmsburger Inselbad war den „Meeresgöttern“ deutlich anzumerken. Mucksmäuschenstill hockte die Mannschaft am Beckenrand und konnte sich nicht erklären. was Minuten zuvor passiert war.
„Der Plan sah völlig anders aus. Wir wollten die Krefelder hier wie schon in der Punktrunde versenken und danach die Geburtstage unserer Spieler Morten Ahme und Fabio Puzzanghera feiern“, ärgerte sich Mannschaftskapitän Alexander Weik über die Niederlage im ersten Play-Down-Spiel. Der Gegner aus Nordrhein-Westfalen verteilte diesmal aber keine Geschenke. Die Hamburger Wasserballparty dauerte so nur bis zur Halbzeit.
Nach viermaliger Führung übernahmen die Gäste nach dem Seitenwechsel dazu das Kommando. Dem körperbetonten Spiel der Krefelder setzten die Gastgeber nur wenig entgegen. Auch im Angriff lief es – besonders im Überzahlspiel – nicht rund. Gleich elf Mal hatte der SVP die Chance, das gegnerische Tor mit einem Mann mehr im Wasser anzugreifen, doch nur einmal sprang ein Treffer dabei heraus. „Wir wollten zuviel, haben in diesen Situationen aber viel zu fahrig und hektisch agiert“, analysierte Florian Lemke das Festival der vergebenen Möglichkeiten.
„Wir wissen, was wir ändern müssen“ so Florian Lemke
Noch ist im Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt allerdings noch nichts verloren. „Wir haben uns zusammengesetzt und darüber gesprochen, was wir ändern müssen“, blickt Florian Lemke den beiden Partien, die am heutigen Sonnabend und am morgigen Sonntag in Krefeld ausgetragen werden, durchaus optimistisch entgegen.
Beide Spiele müssen unbedingt gewonnen werden. Der Nachteil: Die Partien finden erstmals im Krefelder Freibad statt, in dem die Gastgeber nur schwer zu schlagen sind. Bei einer weiteren Niederlage am Niederrhein würde der SVP in der Best-of-Three-Serie in der zweiten und letzten Play-Down-Runde wohl auf der SV Würzburg 04 aus Unterfranken treffen.
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