Woher kam das Wasser?

Der kleine Planausschnitt lässt erkennen, dass die Linie am Schlossgraben zweimal verspringt, zum Schlosshof führt und eine Bezeichnung trägt, die mit einer Lupe betrachtet, den schwer zu deutenden Schriftzug trotzdem mit „die Röhren“ erkennen lässt. Foto: Kuchenbuch

Harburger Geschichte: Neue Serie über spannende Ausgrabungen, Teil 2.

Von Georg Kuchenbuch.
Schon um 1500 gab es eine Wasserleitung zum Harburger Schloss. Bei Ausgrabungen wurde die Holzleitung nun entdeckt. Doch wo kam das Wasser her? Wurden vielleicht Göhlbach oder Engelbek im ihrem weiteren Verlauf angezapft? Etwa auf dem Weg zum späteren Kaufhauskanal, der zu den ältesten Hafengewässern in Verbindung mit den Burgrabengewässern gehört?
Aus dem Schwarzenberg kam Grundwasser. Es gibt heute noch den kleinen Weiher (Schwanenteich) an der Grumbrechtstraße. Sauber waren die Zuflüsse immer nur in Richtung Quelle. Der Seevekanal, der in den Kaufhauskanal mündet, wurde durch Herzog Otto I. etwa 1540 zum Antrieb der Binnenmühle gebaut und vertieft. Ich bin mir auch nur fast sicher annehmen zu dürfen, wo die Stelle des Leitungsbeginns liegen könnte. (Den Begriff Wasserhygiene nahm man vor 500 Jahren noch nicht so genau wie heute).
Es gibt einen Plan von etwa 1740 mit den damaligen Schlossbauwerken, in dem eine Verbindungs-Linie von der Linnen-Bleiche (mit Nr. 68 bezeichnet) zum Schlossbezirk erkennbar ist. Am Ursprung an einem blau dargestellten vermeintlichen Brunnen (Wasser-Reservoir), der neben einem Bauwerk beginnt. Das Bauwerk hat mit Sicherheit ebenfalls seine Bedeutung.
Zur Darstellung der Leitungsverbindung wurden von mir zwei Pläne aus dem 18. Jahrhundert ausgegraben. Dazu gehört ein Plan, der die Schlossumgebung unmittelbar zeigt.
Lesen Sie im nächsten Wochenblatt zum Wochenende, wofür das Wasser gebraucht wurde.
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