„Wir gehen immer zu zweit“

Freuen sich schon auf Montag, wenn sie ihr Zertifikat als Kiezläufer erhalten: Bernadett, Alexander, Nico und Patryk (v.l.). Foto: ww

Projekt Kiezläufer startet erstmals in Neuwiedenthal –
Vorstellung der neun Jugendlichen am Montag

Istel/ Wittenburg, Neuwiedenthal

Ab nächsten Montag werden Bernadett (22), Alexander (27), Nico (25) und Patryk (18) regelmäßig abends in Neuwiedenthal unterwegs sein. Sie gehen zu den Treffpunkten von Jugendlichen, sind Ansprechpartner oder schlichten Konflikte zwischen Anwohnern und Jugendlichen. Kurz: Sie sind Kiezläufer. Beim Projekt, das erstmals am Montag, 26. Juni, in Neuwiedenthal startet, werden insgesamt neun Jugendliche mitmachen.
In Neugraben hat sich das Projekt bewährt, ab Montagläuft es auch in Neuwiedenthal: Kiezläufer sind regelmäßig zu unterschiedlichen Zeiten in „ihrem Stadtteil“ unterwegs. Sie gehen werktags und am Wochenende auf Jugendliche und junge Erwachsene zu. Vor allem in den Abendstunden zeigen sie Präsenz, knüpfen Kontakte, beugen Konflikten vor und weisen auf Angebote für ihre Altersgenossen hin.
„Ich wohne seit 17 Jahren hier in Neuwiedenthal und bin allein durch meine zwei Hunde ständig im Kiez unterwegs. Wir wollen Beziehungen auf Augenhöhe aufbauen, vielleicht auch mal eine Runde Fußball zusammen spielen“, sagt Alexander. Bernadett ergänzt: „Wir gehen immer mindestens zu zweit, und Hot-Spots sind große Spielplätze, der Bereich Minnerweg und die Grünanlage hinterm Gerdauring vom Rehrstieg bis Lange Striepen.“ Dabei sind sie schon von weitem als Kiezläufer erkennbar: Sie tragen tannengrüne Shirts mit dem Schriftzug „Kiezläufer Neuwiedenthal“.
Vor den Rundgängen wurden die Jugendlichen 40 Stunden in Konfliktlösung und Kommunikation ausgebildet und haben ein Deeskalationstraining absolviert.
Pädagogisch begleitet werden die „Kiezläufer Neuwiedenthal“ von Tanja Jaffal (50). Sie ist Kunstlehrerin am Gymnasium Süderelbe und Mutter von vier Kindern, managt den Austausch zwischen den „Kiezläufern“ untereinander und berät die Jugendlichen. Bei ihr melden sich die „Stadtteilläufer“ auch vor Beginn ihrer Runde an und am Ende wieder ab.
Finanziert wird die 6.500 Euro teure Ausbildung der Kiezläufer vom Integrationsfond der Stadt Hamburg.


❱❱ Öffentliche Vorstellung der neun Kiezläufer

Montag, 3. Juli, 18 Uhr
Stubbenhaus, Stubbenhof 20
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