Wellness-Tempel im Binnenhafen?

Das Gebäude der alten Gummifabrik bleibt erhalten. Foto: mag

Neuer Eigentümer hat große Pläne für
ehemaliges New-York-Hamburger-Gelände

Andreas Göhring, Harburg

Verkauft! Das Schild an der Ecke Hannoversche Straße/Neuländer Straße verkündet angesichts der langen leidvollen Geschichte des ehemaligen Fabrikgebäudes der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie geradezu eine frohe Botschaft. Es gibt seit dem 5. Dezember 2017 tatsächlich einen neuen Eigentümer, der Kaufvertrag soll sogar schon notariell beurkundet sein. Und es gibt auch Pläne für Wohnungen, Parkhaus und einen Wellness-Bereich mit spektakulärem Außenschwimmbecken.
Das sind die Fakten. Alles weitere bleib zunächst ein wenig nebulös. Für Verwirrung hatte der CDU-Kreisvorsitzende Ralf-Dieter Fischer gesorgt, als er während einer Pressekonferenz von den Plänen einer „HafenQuartier Harburg Grundstücksgesellschaft“ berichtete. Dahinter stecke wohl das renommierte Fitness-Unternehmen MeridianSpa. Doch dieses bestreitet, mit dem Projekt etwas zu tun zu haben. Zurzeit wolle man nicht nach Harburg expandieren.
Nun berichtet die Immobilien-Zeitung, bei dem Käufer handele es sich um Barthold Richters, Gründer von MeridianSpa und lange Zeit auch Geschäftsführer des Unternehmens. Aber: Richters ist bei MeridianSpa ausgeschieden und hat unter anderem die HafenQuartier Harburg Grundstücksgesellschaft gegründet. Verwirrend: Sowohl MeridianSpa als auch Richters neue Gesellschaft residieren in der Wandsbeker Zollstraße 87-89.
Der Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, Manfred Hoffmann, ist schon in Sachen Harburg aktiv – unter anderem hat er die Website m-lounge.de registrieren lassen. Dort ist bisher nur eine Fotomontage zu sehen, in der Badegäste den Ausblick aus luftiger Höhe in den Harburger Hafen genießen.
Solle das „HafenQuartier“ mehr als ein Luftschloss wie die bisher geplante, ökologisch vorbildliche EcoCity sein, könnte sich Harburg freuen. Das Gebäude der traditionsreichen Gummifabrik bliebe erhalten, der Abriss der nitrosaminverseuchten Hallen wäre vom Tisch. Da sie zum Wohnen ungeeignet sind, sollen sie als Parkhaus für den Binnenhafen genutzt werden. Außerdem sind nebenan auf dem 11.600 Quadratmeter großen Grundstück 60 Wohnungen und ein großer Wellnessbereich geplant.
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