Weitere sechs Jahre mit Thomas Völsch

Trotz seiner schweren Erkrankung war Thomas Völsch oft auf Veranstaltungen im Bezirk zu sehen. Foto: kreller

Harburgs SPD-Bezirksamtsleiter mit großer Mehrheit im Amt bestätigt

Andreas Göhring, Hamburg-Süd
Klare Verhältnisse in der Bezirksversammlung: Bezirksamtsleiter Thomas Völsch ist mit großer Mehrheit für eine zweite Amtszeit von sechs Jahren gewählt worden. Sie beginnt am 1. Januar 2018.Schon im März hatten sich die Große Koalition aus SPD und CDU auf eine Wiederwahl von Völsch geeinigt. Letzte Zweifel soll der 59 Jahre alte Sozialdemokrat vor einer Woche in einer Sitzung der CDU-Bezirksfraktion ausgeräumt haben. „Diese Koalition funktioniert bestens“, sagt CDU-Kreisvorsitzender Ralf-Dieter Fischer. „Wir haben uns 2014 auf eine Zusammenarbeit über fünf Jahre geeinigt, warum sollten wir jetzt den Bezirksamtsleiter auswechseln?“
Das klang nicht immer so. Fischer hatte Völsch vorgeworfen, als „Befehlsempfänger des Senats“ nicht immer die Interessen des Bezirks zu vertreten. Das hat sich offenbar geändert. Tatsächlich ist Völsch offener geworden. Fischer: „Er knallt nicht mehr die Hacken zusammen, wenn es von nördlich der Elbe einen Befehl gibt.“
Lob für Völsch gibt es auch aus der Wirtschaft. Jochen Winand, Vorsitzender des Wirtschaftsvereins für den Hamburger Süden, schwärmt: „Er hat immer ein Ohr für uns.“ Und selbst die Oppositionsfraktionen von Grünen und der Linken fanden, dass der Bezirksamtsleiter gute Arbeit leistet. So war das zumindest vor einem Jahr, als sie Völsch ihre Stimmen für die Wiederwahl anboten – unter der Bedingung, dass die SPD die Koalition mit der CDU aufkündigt und wie im Bezirk Bergedorf mit wechselnden Mehrheiten agiert. Daraus wurde allerdings nichts.
Inzwischen sehen Harburger – egal welcher politischen Überzeugung – Völsch als „ihren“ Bürgermeister an. Da er immer ansprechbar ist und auch kleine Sorgen ernst nimmt, gilt er als echter „Kümmerer“.
Den größten Respekt hat er sich aber in den letzten Monaten erworben: Im Frühjahr erkrankte Völsch an Krebs, zog sich dennoch nie ganz zurück. Er war weiterhin präsent, wenn nicht immer körperlich, so doch in den sozialen Medien.
Und er zeigte sich bei vielen öffentlichen Veranstaltungen wie dem Disco-Move oder der Nacht der Lichter.
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