„Wahre Glücksmomente“

Baut einen Hochsee-Katamaran auf eigene Faust und ohne Fördergelder: Olaf Klement unter dem über 13 Meter langen Rumpf des Schiffes. Fotos: ms

Alles auf eigene Faust: Harburger baut Hochsee-Katamaran.

Von Manuel Schumann.
Als Olaf Klement seinen Freunden erzählte, er wolle einen Hochsee-Katamaran bauen, sagten sie nur: „Bist du wahnsinnig?“ Acht Jahre sind seitdem vergangen. Der Traum wird bald wahr: Im kommenden Frühjahr soll das Schiff in Harburg zu Wasser gelassen werden.
„Eine Gratwanderung“, wie er heute zugibt. Denn aus beruflichen Gründen zieht es Klement jedes Jahr für mehrere Monate nach Asien. Fern der Heimat feilte er in der Anfangsphase beinahe jeden freien Tag an seinem Vorhaben. Eins stand für den 51-Jährigen bereits vor dem ersten Arbeitsschritt fest: Der Katamaran muss einzigartig sein. „Ich will von der Norm abweichen und statt zwei Diesel- zwei Elektromotoren einbauen.“ Diese könnten während des Segelns die Batterien aufladen. Der weitere Energiebedarf solle voraussichtlich über Solarzellen gedeckt werden, auch ein Windrad sei denkbar.
Mit diesen Ideen kehrte der Harburger schließlich zurück nach Deutschland. Nun ging es los. Gemeinsam mit einigen Helfern bohrte, hämmerte und schliff Klement in einer Scheune bei Stade erst einmal am Rohbau, dem sogenannten Mallengerüst. „Gemeinsam anpacken, schwitzen und am Ende des Tages wieder einmal einen Fortschritt bestaunen, das sind wahre Glücksmomente!“, schwärmt er.
Vor drei Monaten ließ der Hobby-Bootsbauer den 13,5 Meter langen Rumpf schließlich an die Süderelbe transportierten. Zuvor hatte ihm die Vereinigung Harburger Segler erlaubt, seinen Katamaran in ihrer Halle abzustellen und zu bearbeiten. Wolfgang Ritter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, gibt zu, anfangs skeptisch gewesen zu sein, sagt aber: „Wir Segler müssen uns untereinander helfen. Vertrauen gehört einfach dazu.“
Mittlerweile ist aus Klements Traum Realität geworden. Und wer wird auf dem Schiff fahren? „Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden.“ Fest steht: Im Mittelpunkt werde ein Sozialprojekt stehen. „Vielleicht ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen, mal schauen.“
Wer Olaf Klement bei der Ideenfindung unterstützen möchte, kann mit ihm per E-Mail unter: olaf@healtheworldnet.de Kontakt aufnehmen.
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