„Vielleicht kein Totalschaden“

Schwieriges arbeiten: Mitarbeiter einer Reinigungsfirma säubern die Fahrbahn der Nartenstraße. Foto: mag

Nach dem Großbrand an der Nartenstraße beginnen die Reinigungsarbeiten.

Von Marion Göhring.
Das Feuer ist gelöscht, und erst jetzt wird das ganze Ausmaß des Großbrandes an der Nartenstraße im Harburger Binnenhafen deutlich: Dass die 3.000 Quadratmeter große Lagerhalle der Firma HD Cotterell ein Totalschaden ist, ist keine Überraschung. Aber die Folgen für die benachbarten Betriebe, ja für den gesamten Binnenhafen, sind noch nicht abzuschätzen.
„Wir versuchen jetzt zunächst, die Nartenstraße befahrbar zu machen“, sagt Susanne Nissen, Abschnittsleiterin im Bereich Tiefbau des Bezirksamts Harburg. Ein klebriges Gemisch aus Kautschuk, Löschwasser und Heizöl hat die Straße unpassierbar gemacht. „Vielleicht ist sie kein kompletter Totalschaden“, hofft Bezirksamtsleiter Thomas Völsch nach den ersten Erfolgen bei der Reinigung.
Die Straße kann aber nicht freigegeben werden, bevor gete-stet worden ist, ob die Fahrbahn durch die Verschmutzung der Poren im Asphalt nicht gefährlich glatt bleibt. Sollte sich diese Befürchtung nicht bewahrheiten, kann trotzdem keine Entwarnung gegeben werden. Susanne Nissen: „Es kann sein, dass wir die komplette Straße doch noch aufbuddeln müssen.“ Das Ausmaß der Schäden in den Versorgungsschächten sei nämlich noch nicht absehbar. 9.000 Fahrzeuge täglich müssten einen Umweg über die ohnehin stark belastete Kreuzung Neuländer Straße/ Hannoversche Straße fahren – ganz abgesehen von den 14 Betrieben an der Nartenstraße, die auf eine Anbindung dringend angewiesen sind. Jens Sörensen, Geschäftsführer des Handelshofs, hat prompt reagiert und einen Eingang an der Rückseite des Großmarkts am Treidelweg geöffnet
Unterdessen breitet sich eine milchig weiße Emulsion aus Kautschuk und Löschwasser im Binnenhafen aus. „Über Ölsperren lässt sich eine Ausbreitung leider nicht verhindern“, sagt Völsch. Zum Glück könnten mögliche Umweltschäden aber dank der Harburger Schleuse eingegrenzt werden. Die bleibe auf unbestimmte Zeit erst einmal dicht – zum Verdruss einiger Freizeitskipper. Ob auch Betriebe im Binnenhafen, die auf die Erreichbarkeit über das Wasser angewiesen sind, betroffen sind, ist dem Bezirksamt zurzeit noch nicht bekannt.
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