Tiefe Brücke bremst Feuerwehr aus

Die Brücke am Geutensweg sieht unspektakulär aus, ist aber ein Riesenproblem: Sie ist so tief, dass eine Drehleiter der Feuerwehr nicht darunter hindurch passt. Der ehemalige OBI-Markt ist damit als weiterer Standort für die Feuerwehr (fast) aus dem Rennen. Foto: mag

Da die Feuerwehr mit einer Drehleiter unter der Brücke nicht durchkommt,
scheint der ex-Obi- Markt aus dem Rennen als Standort
für die neue Feuerwehrwache

Andreas Göhring, Fischbek

Auf dem Weg zu einer weiteren Feuerwache für den Süderelberaum ist ein neues Hindernis aufgetaucht: Die Bahnbrücke über den Geutensweg ist zu tief, eine Drehleiter der Feuerwehr passt offenbar nicht darunter durch. Damit scheint der ehemalige OBI-Baumarkt auf der Nordseite der Bahn aus dem Rennen um einen Standort zu sein. „Das Problem kann man lösen“, sagt dagegen CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer. Man könne die Drehleiter doch einfach auf der anderen Seite abstellen.
Der Umzug des OBI-Baumarkts im Herbst 2014 vom ungünstigen Standort „hinter der Bahn“ in den ehemaligen Max-Bahr-Markt an der Cuxhavener Straße hatte Begehrlichkeiten hinsichtlich des leeren Gebäudes in der Kommunalpolitik geweckt. Wenn der Senat die 2010 definierten „Schutzziele“ der Hamburger Feuerwehr ernst nimmt, müsste im Süderelberaum dringend eine weitere Feuerwache gebaut werden. „Ich habe Zweifel, dass die Feuerwehr in den Neubaugebieten Heidbrook und Reethen am Stadtrand spätestens nach acht Minuten am Einsatzort sein kann“, sagt Arend Wiese, Chef der SPD-Fraktion im Regionalausschuss Süderelbe. Fischer sieht das genauso.
So kam der ehemalige OBI-Baumarkt ins Gespräch. Die Chancen schienen sich sogar noch zu erhöhen, als die Stadt die Immobilie kurzerhand aufkaufte, um sie als Erstaufnahme für Flüchtlinge zu nutzen. Da diese Einrichtung nur eine Notlösung sein konnte, war klar: Nach Auszug der Flüchtlinge hätte die Stadt schon eine geeignete Immobilie. Nun soll der Baumarkt tatsächlich bis spätestens Mitte des Jahres geräumt werden.
Grünes Licht für eine Feuerwache bedeutet das noch lange nicht. Nach einer Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung hat die Innenbehörde darauf hingewiesen, dass „die Erstaufnahmeeinrichtung Geutensweg bis zur Mitte 2019 als so genannte Reservekapazität“ zur Verfügung stehen kann. So sei es in dem Bürgervertrag mit der Initiative „NEIN zur Politik – JA zur Hilfe“ vereinbart worden. Außerdem: „Darüber hinaus sind im Stadtgebiet derzeit an anderen Standorten bauliche Maßnahmen der Feuerwehr eingeleitet, die zunächst umgesetzt werden.“ Mit anderen Worten: Geld für eine neue Feuerwache gibt es zurzeit nicht. Dafür gibt es umso mehr Zeit, das Problem mit der Drehleiter zu lösen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.