Suchmaschine für Existenzgründer

TuTech Geschäftsführer Dr. Helmut Thamer (links) und Christoph Birkel vom hit-Technopark (rechts) mit den diesjährigen Gewinnern des INNOTECH-Preises. Foto: TuTech

Die TuTech im Harburger Hafen ist ein Motor für die Wirtschaft.

Von Andreas Tsilis. TuTech, das ist Wissen für die Wirtschaft. Seit 1992 vertreibt das Unternehmen Wissen und Ideen, die durch Forschung an der TU Harburg (TUHH) entstehen. „Die TuTech liefert das, was die Wirtschaft braucht, nämlich Innovationen“, sagt TuTech-Geschäftsführer Dr. Helmut Thamer.
Dieser Prozess läuft eher im Stillen ab, im Alltag bekommen die wenigsten etwas davon mit. Die Ergebnisse jedoch sind von gesellschaftlicher Bedeutung und werden entsprechend gewürdigt. Wie so etwas funktioniert, lässt sich an „ARTRAC“ (Advanced Radar Tracking and Classification for Enhanced Road Safety) erklären. Das Projekt versucht den Schutz für Fußgänger zu erhöhen. Forscher aus mehreren Ländern entwickeln ein neues Radarsystem für Pkw und Lkw, mit dem es möglich sein wird, Fußgänger und andere ungeschützte Verkehrsteilnehmer zu erkennen und gegebenenfalls automatisch Brems- oder Ausweichmöglichkeiten einzuleiten. Das soll dann so kostengünstig werden, dass es auch in Kleinwagen eingebaut werden kann.

80 Prozent der Gründer sind heute noch aktiv im Markt

Federführend dabei sind die TUHH und TuTech. Spitze ist auch der seit 2005 von TuTech und dem hit-Technopark initiierte Hamburger Innotech Preis, mit dem das Wirtschaftswachstum in der Metropolregion Hamburg gefördert werden soll. Unternehmensgründer können ihre Geschäftsideen vorstellen, die besten Ideen werden prämiert und durch TuTech gefördert. Neben den bis zu 30.000 Euro an Geld-und Sachpreisen, ist es vor allem die fachliche und menschliche Unterstützung, die immer mehr Jungunternehmer und Existenzgründer zur Teilnahme motiviert. So gesehen arbeitet TuTech als Suchmaschine für Existenzgründer.
Besonders Stolz ist TuTech auf die intensive Betreuung von rund 200 Existenzgründungen aus den Hochschulen heraus. „80 Prozent der Gründer sind davon noch im Markt aktiv“, sagt Sprecher Arne von Maydell. Sehr erfreut waren auch die Sieger des diesjährigen Innotech-Preises. Sie entwickelten einen „Mini-Gaschromatograph mit Photoionisationsdetektor (GC-PID)“. Mit diesem superschnellen „Akkuschrauber für die Schadstoffsimulation“ lassen sich Personalkosten einsparen – auch ein Thema mit hoher gesellschaftlicher Relevanz.

TuTech

1992 wurde die TuTech als deutschlandweit erste hochschuleigene Technologietransfergesellschaft von der TUHH gegründet. Als Vorbild dienten angloamerikanische Einrichtungen. Rund 10.000 Projekte wurden seit Gründung von TuTech betreut. Durch die Zusammenarbeit mit (inter-)nationalen Partnern wird der Forschungsstandort Norddeutschland hervorragend repräsentiert. Ein neuer Schwerpunkt werden dabei „Grüne Technologien“. Im TuTech-Haus arbeiten 65 Mitarbeiter, indirekt arbeiten weitere rund 270 Vollzeitbeschäftigte für TuTech. (TSI)

TuTech Innovation GmbH, Harburger Schloßstraße 6-12, Tel. 76 62 90
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