Schultreffen nach 70 Jahren

70 Jahre nach der Schulentlassung: Eva Engelke, Ilse Schulz, Ingrid Klinger, Renate Meyer, Helga Katzenberg (stehend, v.l.), Ellinor Wörmer, Rita Hockauf, Christa Walter und Irmgrad Lachmann (v.l.).

Im Mai 1944 wurden die Schülerinnen nach Böhmen evakuiert.

Von Karin Istel. Für die Schülerinnen der Harburger Mädchenschule Kapellenweg war es ein großes Abenteuer: Um den Kriegswirren zu entgehen, brachen die Mädchen im Januar 1944 zur „Kinderlandverschickung“ nach Böhmen auf. Heute, 70 Jahre danach, trafen sie sich zu einem Klassentreffen.
„Leider konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht alle teilnehmen“, bedauert Renate Meyer. Sie organisierte das Treffen ihrer ehemaligen Mitschülerinnen. „Wir wurden Ostern 1937 eingeschult“, erinnert sich Renate Meyer. „Damals waren wir fast 30 Mädchen.“
Im Jahre 1944 änderte sich das Leben der Schülerinnen grundlegend:  Gemeinsam mit Kindern aus anderen Schulen wurden sie nach Böhmen gebracht, ganz allein. Die Eltern blieben in Hamburg. In Böhmen besuchten sie nicht nur gemeinsam die Schule, sie verlebten auch die Freizeit gemeinsam. Das schweißte die kleine Gemeinschaft aus der Mädchenschule zusammen. „Wir waren sehr miteinander verbunden, waren immer für einander da. Wir sind es heute noch“, sagt Renate Meyer.
Obgleich sich die Wege der jungen Frauen nach der Schulentlassung im Mai 1944 trennten, suchten sie immer wieder Kontakt zueinander. „Seit unserer Schulentlassung haben wir uns jedes Jahr getroffen“, freut sich Renate Meyer. „Die Treffen habe ich organisiert.“ Da verwundert es gar nicht, wenn das nächste Treffen schon feststeht: „Im Mai 2015, also 71 Jahre nach unserer Schulentlassung.“
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