Schleichweg wird gesperrt

Dieser ehemalige Feldweg soll gesperrt werden. Foto: mag

Zwischen Rönneburger Stieg und Rönneburger Freiheit
werden auf Anweisung der Polizei Poller aufgestellt

Andreas Göhring, Harburg

Viele Rönneburger und Langenbeker sind aufgebracht. Verwaltung und Polizei wollen die Wegeverbindung Rönneburger Stieg/Rönneburger Freiheit mit Pollern absperren. Der beliebte Schleichweg wird seit 20 Jahren (!) genutzt, um hartnäckigen Staus auf der Winsener Straße zu entgehen.
Ohne die Bürger vorab zu informieren, verkündete die Verwaltung die Schließung des Weges zum 16. Juni. Sofort hagelte es Kritik, auch von überraschten Politikern. Die Verwaltung lenkte ein, informierte die Anwohner – blieb in der Sache aber unnachgiebig.
Begründung: Die Sperrung war von Ralf Geißler, Leiter Prävention und Verkehr am Polizeikommissariat 46, angeordnet worden. In diesen Tagen beginnen die Bauarbeiten für die Flüchtlingsunterkunft am Rönneburger Stieg. Gerade zu Baubeginn werde es verstärkten Lkw-Verkehr geben – und dieser dürfe auf keinen Fall über das Langenbeker Feld die Baustelle anfahren. Damit ist klar: Die Poller werden kommen.
Anwohner Rolf Kramer sieht in der Maßnahme nur einen „präventiven Schutz der 260 Asylanten in der Containerunterkunft“. Dadurch würde die Akzeptanz der Unterkunft nicht gerade gefördert.
Unklar ist, ob die Poller am Ende des Jahres, nach Abschluss der Bauarbeiten, wieder entfernt werden. Vermutlich eher nicht. „Spätestens nach Abbau der Unterkunft in fünf Jahren sollten wir über die Situation neu nachdenken“, sagt Rainer Bliefernicht (CDU, Vorsitzender des Verkehrsausschusses).
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Sandra Fritzen aus Harburg | 06.07.2017 | 08:32  
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