Neuer Entwurf wirft viele Fragen auf

Strandweg: Architekt Hajda nimmt Stellung

Karin Istel. Elbvororte
Anfang August hatte Architekt Christian Hajda einen neuen Entwurf für den Strandweg vorgelegt. Das Besondere: Der Weg soll überm Wasser verlaufen. Das stieß bei Leserin Bärbel Thomamüller auf Kritik. Das Elbe Wochenblatt hat bei dem Architekten nachgefragt. Hintergrund: Der neue Entwurf für den Strandweg sieht Pontons auf dem Wasser oder ein Pier über das Wasser vor. Der Weg soll nicht mehr über, sondern neben dem Strand verlaufen.
Der Entwurf warf eine Flut von Fragen bei Leserin Thomamüller auf, beispielsweise: „Was versteht Herr Hajda unter Ufer, an das er den Weg verlagern will? Wie soll ein verlangsamter Radverkehr realisiert werden? Wie soll ein Stelzenpier vor Zerstörungen durch Sturmfluten, Hochwasser, aufstauendes Treibeis sicher sein? Soll es dort eine Spur für Fußgänger und eine Spur für Radfahrer geben? Wozu dient das Absperrgitter zum Wasser hin? Gibt es woanders schon einen „Stelzenpier“, der parallel zu einem sich mit den Gezeiten verlagernden Ufer verläuft? Wie und wo sollen die alternativen „Pontons“ befestigt werden?
Darauf antwortet der Architekt wie folgt: „Da es sich bei dieser Entwurfsskizze der Promenade zunächst nur um eine Ideenfindung beziehungsweise einen unverbindlichen Vorschlag zur Machbarkeit handelt, sind die Fragen zwecks Betriebs- und Wartungskosten sowie der technischen Ausstattung noch ziemlich verfrüht.
So ein Projekt besteht aus neun Leistungsphasen, die sich von der Ideenfindung bis zur Objektbetreuung erstrecken. In diesem langen Planungsprozess werden solche Fragen dann geklärt, abgewogen und beschlossen. Hierzu bedarf es allerdings zunächst des Auftrags eines Bauherren.
Was die Haltbarkeit der Konstruktion und deren Standhaltung gegen Umwelteinflüsse angeht, können Sie sich sicher sein, dass solche Themen während des Planungsprozesses ebenfalls berücksichtigt werden würden, da soetwas elementar zu den Aufgaben der dafür beauftragten Planer gehört.  
Die restlichen Antworten, beispielsweise wofür ein Geländer dient, sollten eigentlich aus dem Artikel sowie der Entwurfsskizze hervorgehen.“
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1 Kommentar
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Erich Jungnickel aus Altona | 03.09.2017 | 01:10  
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