Nach eineinhalb Jahren ist hier Schluss

Kleines Fest zum Abschied: Ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer trafen sich noch einmal in der ehemaligen Fegro-Halle. Foto: DRK Harburg

Erstaufnahme Neuland II geschlossen – Deutsches Rotes Kreuz
bedankt sich bei den ehrenamtlichen Helfern

Gaby Pöpleu, HARBURG

Alles ruhig und leer: Wo monatelang Flüchtlinge auf engem Raum zusammenlebten, Stimmengewirr die Räume erfüllte und Kinder spielten ist jetzt niemand mehr. Die DRK-Erstaufnahme Neuland II ist geschlossen. Das Harburger Rote Kreuz bedankte sich mit einem kleinen Fest bei den ehrenamtlichen Helfern, die sich noch einmal in der ehemaligen Fegro-Halle trafen.
Rückblick: Als im Oktober 2015 die Zahl der Flüchtlinge rasant zunahm, entschied die Stadt: Mangels anderer Unterkünfte werden in Harburg Flüchtlinge in der ehemaligen Großmarkthalle an der Schlachthofstraße untergebracht. Noch am selben Tag nahm das DRK Harburg die Halle in Betrieb. „Das wurde auch durch den engagierten Einsatz vieler freiwilliger Helfer möglich. Es ging an diesem Tag schlichtweg darum, Obdachlosigkeit zu vermeiden und den Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten“, erinnert sich DRK-Vorstand Harald Krüger.
Ehrenamtliche organisierten Freizeit- und Hilfsangebote
Bis zu 945 Bewohner waren im Lauf der vergangenen 18 Monate in der Halle untergebracht. Die Freizeit- und Hilfsangebote wurden vor allem von den Freiwilligen die Beine gestellt: In Neuland II gab es Sprachkurse, Patenschaften, Ferienausflüge, ärztliche Sprechstunden und eine Kleiderkammer, dazu künstlerische Angebote und Sportkurse. Besonders attraktiv: Die Initiative „Kick it-United“ baute einmal wöchentlich ein mobiles Fußballfeld vor der Halle auf. Vor allem die Jüngeren hatten viel Spaß daran.
Was ist aus den Flüchtlingen geworden? In den vergangenen Wochen wurden sie auf verschiedene Folgeunterkünfte verteilt, vor allem im Raum Süderelbe. Denn viele Flüchtlinge haben Kontakte aufgebaut, eine Ausbildung begonnen, die Kinder gehen hier zur Schule. Allerdings konnten nur wenige in eine eigene Wohnung umziehen.
Der Bedarf an ehrenamtlicher Hilfe ist beim DRK weiter groß, zum Beispiel beim Projekt „Kinderteller“ in Neuwiedenthal, oder in der Obdachlosenhilfe, wo das DRK Harburg derzeit ein neues Angebot aufbaut. In der Flüchtlingshilfe wird noch Unterstützung zum Beispiel beim Deutschlernen oder Hausaufgabenhilfe gesucht.
Wer sich engagieren möchte, kann sich an DRK-Ehrenamtlichenkoordinatorin Melanie Kade wenden, per E-Mail unter m.kade@drk-harburg.hamburg oder unter
Tel. 76 60 92 64.
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