„Mein Hobby ist das Jugendcafé“

Ob Punkte zählen während des Sportturniers oder einen Streit schlichten: Furkan ist zu den Öffnungszeiten des „Jugendcafés Neuwiedenthal“ vor Ort. Foto: WW

Neuwiedenthal: Der 18-jährige Furkan engagiert sich ehrenamtlich

Wittenburg/ Istel, Neuwiedenthal


Seit kurzem gibt es tatkräftige Unterstützung im „Jugendcafé Neuwiedenthal“: Der 18-jährige Furkan hilft in der Jugendarbeit ehrenamtlich mit. In Neuwiedenthal kennt er sich aus: Er ist zwar in Instanbul geboren, lebt aber seit seinem zwölften Lebensjahr mit seinen Eltern und zwei Stiefbrüdern in Neuwiedenthal. Warum engagiert sich der Deutsch-Türke hier ehrenamtlich? „Generell finde ich es wichtig, sich um andere zu kümmern, und außerdem haben wir viel Spaß zusammen“, sagt der junge Mann, der seinen Nachnamen nicht nennen möchte.
Bleibt ihm auch noch Zeit für andere Hobbys? Geht er ins Kino oder zum Wandern in die Harburger Berge? „Nein“, sagt Furkan mit einem leichten Lächeln: „Mein Hobby ist das Jugendcafé! Hier bin ich gern. Hier treffe ich meine Freunde, hier spielen wir zusammen Fußball, und hier fühle ich mich am wohlsten.“
Für Jugendcafé-Leiter Bashi Bekirogullari (45) und seine Stellvertreterin Doreen Putbrese (44) ist Furkan ein „Kollege“ auf Augenhöhe. Seine Aufgaben reichen von der Organisation von Fußballspielen bis hin zur Punkte-Ermittlung bei Wettkämpfen. Furkan ist ein zurückhaltender Typ, der beobachtet und nur einschreitet, wenn es ihm notwendig erscheint.
Wie kam er zum Ehrenamt? „Bashi hat mich angesprochen, ob ich als Dauergast im Jugendcafé Lust dazu hätte, den Jugendleiterschein zu machen, und ich war dafür sofort Feuer und Flamme.“ Nachdem er eine Woche und 30 Stunden Theorieunterricht mitsamt Erste-Hilfe-Kurs absolviert hatte, war er stolzer Besitzer eines Jugendleiterscheins und für die Leitung von Kinder- und Jugendgruppen geschult.
Wann ist für ihn eine Grenze erreicht? „Rauchen unter 18 Jahren geht gar nicht, und das Alkoholverbot wird strikt beachtet“, erklärt Furkan. „Manchmal muss ich auch einen Streit schlichten, aber das passiert meist unter den Kleinen, denen ich mit genauso so viel Respekt begegne wie allen.“ Furkan ist sich sicher, dass sein Engagement für seinen späteren Beruf wichtig ist. Denn zukünftig will er mit Menschen zu tun haben. Doch noch ist Furkan auf der Suche nach einemAusbildungsplatz als Kfz-Mechatroniker oder Kaufmann im Einzelhandel.
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