„Man sollte nicht zu viel Zeit verschwenden“

„Staffelübergabe“: Cheyenne Grega (17, li.) hat ihr Freiwilliges Soziales Jahr im DRK-Hospiz in Langenbek gerade angetreten, Jenni Koch (19) hat ihres jetzt beendet. Foto: DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg

Die 19-jährige Jenni Koch absolvierte ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Hospiz

Sabine Langner, Harburg
Beide stehen noch am Beginn ihres Lebens und setzen sich doch täglich mit dem Tod auseinander: Cheyenne Grega (17 Jahre) und Jenni Koch (19 Jahre). Während Jenni Koch ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Hospiz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Blättnerring gerade beendet hat, beginnt das von Cheyenne Grega.Auf die Idee, gerade in einem Hospiz ihr FSJ zu absolvieren, kam Jenni Koch, weil sich auch ihre Großmutter seit vielen Jahren im Hospiz ehrenamtlich engagiert. Das vergangene Jahr hat Jennis Sichtweise verändert: „Kleine Dinge können glücklich machen, zum Beispiel, jemanden anzulächeln oder angelächelt zu werden.“ Außerdem hat sie erfahren, „wie wertvoll jeder Tag im Leben sein kann, und dass man nicht zu viel Zeit verschwenden sollte.“ Verabschiedet hat sich die junge Frau, die jetzt mit einem Psychologie-Studium anfangen will, mit einer großen Torte von den Mitarbeitern.
 Gleichzeitig hat Cheyenne Grega ihr FSJ in Langenbek begonnen. Wirklich neu ist die Arbeit für sie nicht, weil sie bereits im Frühjahr ein zehnwöchiges Praktikum absolvierte. Aber auch vorher hatte sie keine Scheu vor dem Thema Abschiednehmen und Tod. „Ich kannte das aus den Erzählungen meiner Mutter, die als Pflegekraft im Hospiz arbeitet“, berichtet die junge Frau. „Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden und freue ich mich auf das Jahr, das nun vor mir liegt“, erklärt Cheyenne, die ihre berufliche Zukunft „auf jeden Fall in der Pflege“ sieht.
 Hospizleiterin Britta True sieht das FSJ als bereichernd für alle Beteiligten: „Junge Menschen wie Cheyenne und Jenni sind eine wunderbare Ergänzung für unser Team. Sie bringen eine besondere Art des Umgangs mit, den nur Menschen in einem jugendlichen Lebensalter haben. Wir bedanken uns bei Jenni für ihren großartigen Einsatz und freuen uns sehr, dass sie uns als Ehrenamtliche erhalten bleibt. Cheyenne heißen wir im Team herzlich willkommen.“
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