Klimafreundliche Brote

links: Björn Hönig, Inhaber der Bäckerei Hönig in Niendorf. Foto: Elbcampus

Fünf Hamburger Bäckereien gehören zu den 500 besten Deutschlands –
Lecker und energieeffizient

Katrin Richter-Shambroom,
Hamburg

Sie backen nicht nur die leckersten Brote und Brötchen, sondern sind auch Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Fünf Hamburger Bäckereien, die zu den Umweltpartnern der Stadt gehören, wurden kürzlich vom Genießermagazin „Der Feinschmecker“ in die Liste der 500 besten deutschen Bäckereien aufgenommen.
Neben den Biobäckereien Effenberger und Springer und der Bäckerei Hansen in den Elbvororten sind dies die Traditionsbetriebe Körner aus Blankenese und Hönig aus Niendorf.
Sabine Möller hat ein großes Erbe angetreten: Die Bäckerei Hartmut Körner hat ihr Urgroßvater 1901 in Blankenese gegründet. Seitdem ist der Handwerksbetrieb mit demnächst fünf Filialen und einem Marktstand in Familienbesitz.
Die uralten Rezepte und die traditionelle Backweise haben der Bäckerei nicht nur ein großes Stammpublikum beschert. Auch zahlreiche Goldmedaillen, eine Ehrung für die besten Franzbrötchen Hamburgs und nun die erneute Auszeichnung als eine der besten 500 Bäckereien Deutschlands schmücken das Stammhaus.
Doch nicht alles, was Sabine Möller von den Ahnen übernommen hat, ist noch zeitgemäß. So hat sie bereits vor zwei Jahren eine Anlage zur Wärmerückgewinnung einbauen lassen und die Beleuchtung auf LED umgestellt. Dieses Jahr waren die Kühlanlagen dran. „Die Geräte aus den 70er Jahren haben enorm viel Energie verbraucht und so viel Abwärme produziert, dass unsere Garage immer total überhitzt war“, berichtet die 50-Jährige.
Ihre Motivation in Sachen Umweltschutz hat einen ziemlich einfachen Grund: „Ich will, dass auch meine Kinder noch auf dieser Erde leben können.“
Vieles, was der Umwelt nützt, schone auch die Kasse des Unternehmers, sagt auch ihr Niendorfer Kollege Björn Hönig.
Der 47-Jährige hat die Übernahme der Bäckerei, die schon einmal 2005 vom „Fein-
schmecker“ als beste Bäckerei Hamburgs geehrt wurde, für grundlegende Veränderungen genutzt und in drei Thermoöl-Öfen, dazugehörige Kessel und Brenner, einen Tiefkühllagerschrank, zwei Gärunterbrecher und eine Kälteverbundanlage der neuesten Generation investiert. Hinzu kommen energiesparende LED-Beleuchtung im gesamten Betrieb und eine Spülmaschine mit Wärmerückgewinnung. Das spart Energie: schon jetzt mehr als 30 Prozent.
Beide Unternehmer haben für die Umrüstung Fördermittel erhalten.
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