„Ich spiele das Instrument mit dem schönsten Sound!“

Tagsüber Lehrerin Anne Schneider, abends Vollblut-Musikerin Anne La Sastra. Foto: sl

Harburger Musiklehrerin Anne Schneider tritt mit ihrem Saxophon abends in Clubs auf

SABINE LANGNER, HARBURG

Dass Musik im Leben von Anne Schneider eine wichtige Rolle spielen würde, war eigentlich schon bei ihrer Geburt klar. Die Mutter Musiklehrerin, der Vater Musiklehrer und leidenschaftlicher Organist und Kirchenmusiker. Daher wunderte sich auch niemand, als die kleine Anne singend und Klarinette spielend ihre Kindheit hindurch musizierte. Später wurde aus der Klarinette ein Saxophon, „weil es viel toller klingt“, schwärmt die inzwischen 29-Jährige.
Aber trotz aller Begabung und einer guten Singstimme ist es schwer, alein mit Musik seine Miete zu bezahlen und so entschied sich Anne Schneider zu einer Kombination aus einem „ordentlichen“ Beruf und der Musik: Sie studierte Musik und Philosophie auf Lehramt.
Inzwischen führt die zierliche Blondine ganz offiziell ein Doppelleben. Tagsüber arbeitet Frau Schneider als Lehrerin an der Stadtteilschule Ehestorfer Weg. Abends verwandelt sie sich in Anne La Sastra (spanisch: die Schneiderin) und tritt mit Hut und Saxophon in Clubs auf. „Ich bin die einzige weibliche Saxophon-Spielerin in Hamburg, die live spielt, während ein DJ Musik auflegt“, freut sie sich.
Ob auf Hochzeiten oder bei einer Shopping-Night, ob auf Partys in der Großen Freiheit auf dem Kiez oder bei Promi-Geburtstagen an der Nordseeküste: Anne La Sastra ist prima im Geschäft.
„Die Mischung ist perfekt für mein Leben“, sagt sie. „In der Schule kann ich als Leh-
rerin und Kulturbeauftragte jede Menge Ideen umsetzten. Und ich glaube, die Schüler haben auch Spaß daran, nicht nur trockene Noten oder Tonleitern zu lernen, sondern gemeinsam richtig Musik zu machen. Andererseits genieße ich es sehr, auf einer Bühne im Rampenlicht zu stehen. Und wenn ich merke, dass ich dabei die Menschen begeistern kann, dann bekomme ich manchmal selber eine Gänsehaut vor Freude. Dazu spiele ich auch noch das Instrument mit dem absolut tollsten Sound der Welt.“
Für den Fall, dass Anne Schneider ihr Lehrerdasein zu bürokratisch erscheint, reicht ein Blick aufs Handgelenk Dort hat sie sich vor zwei Jahren ein Tattoo mit dem Schriftzug „Singin‘“ stechen lassen. „Das erinnert mich immer daran, dass ich mit Musik glücklich bin.“
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