„Hier liegen NS-Täter und ihre Opfer friedlich nebeneinander“

Die neue Tür der Kurt-Schumacher-Kapelle wird eingesetzt. Sie wurde originalgetreu nachgebaut.

Alter Friedhof Finkenwerder: Gedenkveranstaltung für die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur.

Von Karin Istel. Genau 70 Jahre sind seit Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945 vergangen. Die Mitglieder der Finkenwerder Geschichtswerkstatt werden am Sonntag, 10. Mai, ab 15 Uhr mit zwei Gedenkveranstaltungen an die Finkenwerder Verfolgten der Nazi-Diktatur erinnern.
Der Nachmittag des Gedenkens ist zweigeteilt. Los geht es um 15 Uhr auf dem alten Friedhof Norderkirchenweg/ Ecke Landscheideweg. Dort wird die alte, restaurierte Fritz-Schumacher-Kapelle feierlich eröffnet. Aber nicht als Ort für Gottesdienste.
Restaurierte Kapelle als außerschulischer Lernort

„Die Kapelle soll zukünftig als außerschulischer Lernort, Ausstellungsraum, Konzertsaal und Erzählcafé genutzt werden“, erklärt Helmke Kaufner von der Geschichtswerkstatt Finkenwerder. Finanziert wurde die Restaurierung der Kapelle aus Spenden.

Außenlager Deutsche Werft des KZ Neuengamme

Finkenwerder hat eine Geschichtswerkstatt? „Das ist der neue, griffigere Name des ehemaligen Arbeitskreises Außenlager Deutsche Werft des KZ Neuengamme“, erklärt Kaufner. „Er wurde 1997 gegründet.“
Nach der Besichtigung der Kapelle wird sich ein Rundgang über den alten Friedhof anschließen. „Der Friedhof ist ein besonderer Ort. Hier liegen Opfer und Täter friedlich nebeneinander“, betont Expertin Helmke Kaufner.

Zeitzeugin Ingeborg Luth berichtet

Nach dem Friedhofsbesuch wird Ingeborg Luth um 16 Uhr im Gemeindesaal, Finkenwerder Landscheideweg 157, der St. Nicolaikirche erzählen, wie sie die NS-Diktatur und die Befreiung Finkenwerders durch die Alliierten erlebte.
Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenlos. Spenden für die Geschichtswerkstatt sind willkommen.

Helmke Kaufner
Geschichtswerkstatt
Finkenwerder
Tel. 742 79 92
Zeitzeugin Ingeborg
Luth berichtet
Nach dem Friedhofsbesuch wird Ingeborg Luth um 16 Uhr im Gemeindesaal, Finkenwerder Landscheideweg 157, der St. Nicolaikirche erzählen, wie sie die NS-Diktatur und die Befreiung Finkenwerders durch die Alliierten erlebte.
Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenlos. Spenden für die Geschichtswerkstatt sind willkommen.
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