Helgoland will Urlaubsort für Allergiker werden

Klaus Furtmeier (Tourismusdirektor, von links), Anja Bode (Projektleiterin des Deutschen Heilbäderverbandes) und Jörg Singer (Bürgermeister) wollen Helgoland zum „Allergikerfreundlichen Urlaubsort“ machen. Foto: Lilo Tadday

Zertifizierung zur neuen Saison angestrebt – Betriebe ziehen begeistert mit

Marion Klott, Hamburg

Darf sich Helgoland zur neuen Saison „Allergikerfreundlicher Urlaubsort“ nennen? Nach den entsprechenden Beschlussfassungen der gemeindlichen Gremien schickt sich Deutschlands einzige Hochseeinsel an, das Zertifikat „Allergikerfreundlicher Urlaubsort“ zu erlangen.
Eine allergikerfreundliche Kommune ist ein Urlaubsort, der nach medizinischen Kriterien als allergikerfreundlich zertifiziert ist. Er bietet im nicht-medizinischen Bereich Menschen, die bestimmten Stoffen überempfindlich reagieren, eine die gesamte touristische Servicekette umfassende Infrastruktur. Unterkünfte, Restaurants, Bäckereien, Lebens- mittelgeschäfte und Cafés setzen pragmatisch und ohne größere Investitionen Maßnahmen um, die den Standard der Allergikerfreundlichkeit erfüllen.
Der Deutsche Heilbäderverband (DHV) führt nun Helgoland an den Standard der Allergikerfreundlichkeit heran und bereitet so die Zertifizierung durch die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) vor.
Bei ihren ersten beiden, mehrtägigen Helgolandbesuchen gelang es DHV-Projektleiterin Anja Bode gemeinsam mit Tourismusdirektor Klaus Furtmeier, zahlreiche Helgoländer Betriebe für die Idee der Allergikerfreundlichen Kommune zu begeistern. Bereits erste Schulungen und Inspektionen fanden statt.
Unter anderem stehen auf Helgoland chronisch-rheumatische Erkrankungen, Abnutzungserscheinungen des Bewegungsapparates und Hauterkrankungen im Vordergrund der Behandlungsmöglichkeiten. Hierfür bietet die Anwendungsabteilung des Kurmittelhauses ideale Voraussetzungen. „Viele unserer Vermieter und weiterer Leistungsträger sind bereits in der Beherbergung und Betreuung von Allergikern erfahren und deshalb an einer Zertifizierung Helgolands als Allergikerfreundliche Kommune sehr interessiert“, ergänzt Bürgermeister Jörg Singer.
Die bereits begonnene Projektumsetzung werden die Gemeinde- und Kurverwaltung aktiv unterstützen. So ist zum Beispiel geplant, dass die Kosten für die Erstzertifizierung der teilnehmenden Betriebe auf Helgoland übernommen werden.
Furtmeier zeigte sich angesichts des sehr erfolgversprechenden Projektauftaktes hocherfreut: „Unsere Motivation liegt darin, Gästen mit Allergien und deren Familien eine noch bessere Urlaubsqualität auf Helgoland bieten zu können. Über den Winter werden wir noch viele weitere Gespräche mit Leistungsträgern auf der Insel führen, damit wir bis zum Saisonstart 2017 mit einem möglichst breiten Angebot gut aufgestellt sind.“
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