Hafenquerspange: Jetzt wird’s ernst

A26 Ost, Abschnitt B: Blick Richtung Norden zur Süderelbe. Grafik: Deges

Autobahn-Verbindung zwischen A1 und A7:
Behörde plant Baubeginn für ersten Abschnitt Mitte 2019

Olaf Zimmermann,
Hamburg-Süd

Hamburg bekommt eine neue Autobahn. Der Bau der A26 Ost– früher Hafenquerspange, heute Hafenpassage genannt – rückt näher. Die gut neun Kilometer lange Strecke soll eine Verbindung zwischen A1 und A7 schaffen. Aus Berlin gab’s grünes Licht für das in drei Abschnitte aufgeteilte 900 Millionen-Euro teure Vorhaben. Jetzt sollen verbindliche Pläne geschaffen werden, sogenannte Planfeststellungsverfahren sind in Vorbereitung oder starten gerade (im Abschnitt A: Bereich Moorburg, Bostelbek). Kein leichter Weg, es drohen Klagen von Anwohnern und Naturschutzverbänden.
Was spricht für die neue Autobahn? Die Querverbindung zwischen A1 und A7 soll den Hamburger Süden und den Hafen vor dem Verkehrsinfarkt bewahren. Die Planer erhoffen sich dadurch spürbare Entlastungen ­– für die Köhlbrandbrücke, für die Hamburger Innenstadt sowie für die B73 im Hamburger Süden. Auch der Verkehr durch den Harburger Binnenhafen würde reduziert.
Wo genau soll die A26 Ost verlaufen?
Die ausgewählte Trassenvariante führt in Bostelbek und Moorburg haarscharf an Wohngebieten vorbei. Besonders in Moorburg wird die A26-Ost deutlich zu spüren sein – sie geht in großem Bogen um das alte Elbdorf herum, steigt dann auf mehr als 50 Meter hoch und schwingt sich neben der Kattwyk-Brücke über die Süderelbe.
In Wilhelmsburg soll die Trasse parallel zur vorhandenen Straße Kornweide im Tunnel und weiter in einem Trog führen. Wohn- und Naherholungsgebiete wären betroffen, Kirchdorf-Süd in einem Autobahndreieck eingequetscht.
Was wird kritisiert?
In Wilhelmsburg stößt die neue Autobahn vielfach auf Ablehnung, weil sie den Wilhelmsburger Süden durchschneidet, und sie die Wohngebiete in Alt-Kirchdorf und Kirchdorf-Süd verschlechtert. Moorburger sehen gar den Fortbestand ihres Ortes in Gefahr. Naturschützer bemängeln gravierende Auswirkungen auf seltene Pflanzen und Tiere.

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Die geplante Trasse der A26 Ost rückt in Moorburg, Bostelbek und Kirchdorf ziemlich dicht an Wohngebiete heran. Eine akzeptable Lösung, um den Hafen vor einem Verkehrsinfarkt zu bewahren?

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Stichwort: A26 Ost
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3 Kommentare
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Michael Rothschuh aus Wilhelmsburg | 18.01.2017 | 04:41  
44
Rainer Böhrnsen aus Moorburg | 18.01.2017 | 16:43  
63
Petra Weinstein aus Harburg | 19.01.2017 | 15:37  
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