Guck mal, wer hier arbeitet

„Auf dem Land leben und in der Stadt arbeiten finde ich für mich ideal“, sagt Gunda Kruse-Brammer. Sie ist für ‚HarAlt - Bildung und Älterwerden’ der Volkshochschule Hamburg in der Rieckhoffstraße tätig und wohnt im niedersächsischen Vorwerk in der Nähe von Worpswede. Foto: Möhle

Menschen aus dem SeeveViertel: Gunda Kruse-Brammer.

Von Almut Möhle. Wer glaubt, dass Menschen irgendwann keine Lust mehr haben, etwas zu lernen, muss sich nur mit Gunda Kruse-Brammer unterhalten. „Wir haben mehrere Teilnehmer, die weit über 90 sind“, sagt die Mitarbeiterin der Volkshochschule (VHS) in ihrem hellen Büro in der Rieckhoffstraße.
Seit 1991 arbeitet Kruse-Brammer bei der VHS, sieben Jahre später begann sie, sich um den Bereich „HarAlt Bildung und Älterwerden“ zu kümmern, der ebenfalls zur Volkshochschule gehört. Sprach- und Computerkurse, Gesprächskreise zu Themen aus Politik und Gesellschaft, Mal- und Fotogruppen gibt es. Ebenso Ausflüge, Tagesfahrten und Wanderungen. Den Senioren stehen dabei alle Kursangebote der VHS offen, wobei sich „HarAlt“ speziell an die agile Generation 55plus wendet.
„Ich habe hier großartige Leute kennengelernt“, sagt Kruse-Brammer. Es ist der Kontakt zu den vielen unterschiedlichen Kursteilnehmern, der den Job für sie spannend macht.
Gunda Kruse-Brammer ist 1956 in Kiel geboren und aufgewachsen, hat Mitte der 1980er- Jahre Sozialpädagogik in Hamburg studiert und verfügt über eine Zusatzausbildung zur Gedächtnistrainerin.
Privat mag die kommunikative Frau, in deren Büro immer etwas los ist, es ruhiger. Sie lebt in Vorwerk in der Nähe von Worpswede. „Ich habe Harburg für mich entdeckt, es hat einen Kleinstadtcharakter, der mir liegt.“ Vieles am SeeveViertel gefällt ihr: sie sitzt gern in einem der Straßencafés, oder „nimmt ein Bad in der Menge“, lässt die Eindrücke auf sich wirken. „Egal wohin ich in diesem Viertel gehe, immer werde ich sehr freundlich bedient.“
Dass die Stadtbildpfleger der Elbe Werkstätten sich große Mühe geben, den Eingangsbereich zum VHS-Haus auf der Galerieebene neben dem
Rieckhof sauber zu halten, weiß sie sehr zu schätzen. „Ich hoffe aber, dass ganz bald das Harburg-Center ‚wiederbelebt’ wird.“ Dort befindet sich der einzige Zugang vom Harburger Ring, den die VHS-Besucher nehmen können. „Der Weg ist uneben, schadhaft und besonders bei Schnee und Eis für Menschen mit Bewegungseinschränkungen schwer zu bewältigen.“

Kennen Sie das „SeeveViertel“? So heißt seit 1984 der Bereich zwischen Buxtehuder Straße, Moorstraße und Harburger Ring. In der Öffentlichkeit hat sich diese Bezeichnung nicht durchgesetzt. Rieckhof-Geschäftsführer Jörn Hansen möchte mithelfen, dass aus dem SeeveViertel ein lebendiges Quartier wird. „Das Viertel ist längst nicht so schlecht, wie es gemacht wird“, so Hansen. OZ
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