Grüne Bauten auf der Elbinsel

Gewinner in der Kategorie Wohnen: der Demenzgarten des KerVita Seniorenzentrums Am Inselpark. Foto: isadora tast

Auszeichnungen für den Dachgarten des KerVita Seniorenzentrums
und für das Betriebshofdach im Inselpark

Siegmund Borstel, Wilhelmsburg
In den nächsten Jahren werden in Wilhelmsburg über 5.000 Wohnungen entstehen. Für so manches Bauvorhaben müssen Kleingärten und Grünflächen weichen. Doch es geht auch anders. Beim erstmals vergebenen „Hamburger Preis für grüne Bauten“ kamen zwei der drei Sieger von der Elbinsel. Ausgezeichnet wurden der Dachgarten des Wilhelmsburger KerVita Senioren-Zentrums sowie das Dach des neuen Betriebshofs für den Inselpark.
Die Umweltbehörde möchte mit dem Hamburger Preis für Grüne Bauten besonders gelungene Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünungen in Hamburg und den umliegenden Landkreisen prämieren. Berücksichtigt werden die gestalterische Qualität, die positive Auswirkung auf die Umwelt, sowie die Nutzungsqualität für die Gebäudenutzenden, also neue Frei- und Freizeiträume, neue Stadtnatur, Verbesserung des Stadtklimas und des Klimaschutzes sowie Lärmminderung.
Umweltsenator Jens Kerstan: „Wir fördern Gründächer mit bis zu 50.000 Euro. Gründächer schaffen  Naturflächen in der Stadt, verbessern das Klima, schaffen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Unser Ziel ist es, dass bis 2020 100 Hektar Dachfläche grün werden.“
Was ist besonders am Dachgarten des Wilhelmsburger KerVita Senioren-Zentrums? Er ist ein „Demenzgarten“. Pflegebedürftige haben mitten im Quartier einen geschützten Raum im Freien, wo sie ihre Sinne trainieren, einfach nur entspannen oder die Aussicht genießen können. Es gibt Hochbeete und Nischen inmitten von Stauden, wo man gärtnern oder zusammensitzen kann.
Der neue Betriebshof für den Inselpark fällt ebenfalls aus dem Rahmen: Er ist ein Holzbau mit leicht geneigtem Walmdach, in das eine Photovoltaikanlage integriert ist. Auf dem Dach wächst eine Wiese mit vielen verschiedenen Pflanzen, die viele Monate lang blühen. Beide Projekte erhielten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 2.000 Euro.

Dächer
Zehn Prozent der Fläche Hamburgs sind Dächer, davon rund die Hälfte Flachdächer. Noch liegt der Großteil dieser 35 Quadratkilometer brach. Diese Flächen können nach den Vorstellungen der Umweltbehörde zu Gärten, Wiesen, Sportplätzen, Lounges und Grünflächen werden, wo man bestens Pause machen, chillen und den Son-nenauf- und -untergang genießen kann. Selbst kleine Parks mit Bäumen, die nicht tief wurzeln, sind möglich. Um Dächer als luftige grüne Oasen für Mensch, Tier und Pflanzen weiter zu verbreiten, fördert Hamburg Gründächer und -fassaden und vergibt den „Hamburger Preis für grüne Bauten“.
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