Geländewagen im Visier der Diebe

Teure Geländemodelle sind besonders gefährdet: In Hamburg stiegen die Autodiebstähle insgesamt um über 14 Prozent, in Niedersachsen sogar um fast 18 Prozent. Foto: GDV

Autodiebstähle steigen bundesweit an – Anstieg in Hamburg besonders groß

Emma Louisa Schulz, Hamburg

Im Jahr 2015 sind in Deutschland 18.659 kaskoversicherte Autos gestohlen worden, rund vier Prozent mehr als 2014. Da zudem die durchschnittliche Entschädigung für jeden Diebstahl mit 15.611 Euro eine neue Rekordhöhe erreichte, wuchs der wirtschaftliche Schaden von rund 262 auf über 291 Millionen Euro (plus elf Prozent). Das geht aus der Kfz-Diebstahlstatistik 2015 hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlicht hat.
Unter den am häufigsten gestohlenen Fahrzeugen finden sich gleich mehrere hochpreisige Geländewagen wie Range Rover, Toyota Land Cruiser, Lexus RX 350, Audi Q7, BMW X6 und X5.

Luxusmarken treiben Entschädigungen hoch

Die bei Autodieben beliebtesten Marken waren Land Rover und Jaguar. Allein von der aktuellen Baureihe des Range Rover wurden fast 200 Stück gestohlen, für jeden Fall zahlten die Versicherer im Durchschnitt fast 66.000 Euro. Für die Gesamtheit der Land-Rover-Modelle ermittelten die Statistiker des GDV eine Diebstahlrate von 5,2 pro 1.000 kaskoversicherter Autos. Auf den weiteren Plätzen im Herstellervergleich lagen Jaguar (Diebstahlrate: 1,7), gefolgt von Audi (1,3), Porsche (1,2) und BMW (1,0).
Diese unerwünschte Beliebtheit ist Land Rover nicht entgangen. Dank neuer Technologien und Sicherungsmaßnahmen ging die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge der britischen Marke nach Unternehmensangaben im Laufe der ersten sechs Monate dieses Jahres um durchschnittlich 60 Prozent zurück, bei einzelnen Modellen wie dem Range Rover sogar um 92 Prozent und beim Range Rover Sport um 89 Prozent.
Die generelle Entwicklung des Autodiebstahls verlief in den Bundesländern im vergangenen Jahr unterschiedlich: Mehr Autos gestohlen wurden in Hamburg (plus 14 Prozent), Niedersachsen (plus 18 Prozent), Nordrhein-Westfalen (plus elf Prozent), Thüringen (plus elf Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus elf Prozent). Weniger Diebstähle gab es in Baden-Württemberg (minus fünf Prozent), Sachsen (minus sieben Prozent), Schleswig-Holstein (minus 5 Prozent) und im Saarland (minus 22 Prozent).
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