Geburten nur noch in Mariahilf Klinik

Die neue Chefärztin Dr. Maike Manz (l.) der Abteilung Geburtshilfe und Pränatalmedizin wird von ihrem neuen Team der Geburtshilfe und von Klinikgeschäftsführerin Ulrike Kömpe (r.) an ihrem ersten Tag begrüßt. Foto: helios

Asklepios Klinik Harburg hat Entbindungsstation zum Jahresende geschlossen

Olaf Zimmermann,
Hamburg-Süd

Seit Jahresbeginn ist die Helios Mariahilf Klinik die einzige
Geburtsklinik im Hamburger Süden. Die Entbindungsstation an der Asklepios Klinik Harburg (AKH) wurde geschlossen, ein halbes Jahr früher als geplant. Mehrere Mitarbeiter hatten gekündigt.
Hintergrund: Die Asklepios Klinik Harburg und die Helios Mariahilf Klinik grenzen fast aneinander. Beide Krankenhäuser verfügten über eine Zentrale Notaufnahme und über Geburtshilfe- und Gynäkologie-Stationen. Auf Initiative der Gesundheitsbehörde wurden diese Bereiche jetzt neu geordnet. Die Notfallversorgung wird ab Mitte 2017 im AKH konzentriert, die Geburtshilfe/Gynäkologie und Kinderheilkunde dagegen im Mariahilf.
Schnell regten sich Proteste – nicht nur im Bereich der Notaufnahme, sondern vor allem auch wegen der Schließung der AKH-Geburtenstation. In einem Beschwerdebrief an die Gesundheitsbehörde machten 270 Harburger ihrem Ärger Luft: „AKH-Eltern haben sich bewusst für das AKH entschieden, weil es das kleinere Geburtszentrum ist und eine ruhige, gemütliche, familiäre Atmosphäre ausstrahlt... Zwei große Pluspunkte sind der hebammengeführte Kreissaal, den es so nur dort gibt und die sehr gute Betreuung vor, während und nach der Geburt.“ An der Entscheidung änderten die Beschwerden nichts.
Welche Maßnahmen wurden in der Mariahilf Klinik wegen der Neuordnung der Geburtenversorgung getroffen? „Schon jetzt wurden drei zusätzliche Ärzte, fünf Hebammen und drei Pflegekräfte für den Kreißsaal und die Geburtenstation eingestellt. Insgesamt wird es je nach Entwicklung der Geburtenzahlen 15 Neueinstellungen geben, darunter auch eine neue Chefärztin für die Geburtshilfe. Darüber hinaus bleiben alle bestehenden Fachabteilungen personell voll erhalten“, heißt es in einer Mitteilung.
„In jedem Fall schaffen wir zum Herbst 2017 ein viertes Familienzimmer sowie ein weiteres Wehenzimmer. Eventuell benötigen wir zudem einen zusätzlichen Kreißsaal – bisher sind es fünf. In diesem Zuge ist auch die Einrichtung eines Hebammen-Kreiß-saals möglich“, beschreibt Mariahilf-Geschäftsführerin Ulrike Kömpe einen Teil der Maßnahmen. „Künftig rechnen wir mit über 2.000 Geburten pro Jahr und darauf sind wir auch jetzt schon vorbereitet.“
Im vergangenen Jahr kamen in Harburger Kliniken 2.468 Kinder zur Welt, davon 1.778 im Mariahilf und 690 im AKH.


Dr. Maike Manz ist seit Jahresbeginn Chefärztin der Geburtshilfe-Abteilung in der Helios Mariahilf Klinik

Von Siegmund Borstel, Hamburg-Süd

Dr. Maike Manz ist seit Jahresbeginn Chefärztin der Abteilung Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der Helios Mariahilf Klinik. Sie ist ausgebildete Hebamme und Gynäkologin mit einem Schwerpunkt in der Speziellen Geburtshilfe und Perinatalmedizin. „Ich freue mich darauf, die Klinik durch diese spannende Phase des Aufbruchs zu begleiten“, kommentierte die 42-Jährige, die aus der Asklepios Klinik Barmbek in den Süden Hamburgs wechselte.
Nach ihrem Studium, der Assistenzarztausbildung und Promotion in Frankfurt am Main ging Dr. Maike Manz zunächst als Fachärztin an das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Ab 2013 blieb sie dem Norden als Leitende Oberärztin der Geburtshilfe an der Universitätsklinik Lübeck treu. Anfang 2016 folgte die Stelle bei Asklepios in Hamburg.
„Mein Interesse für die Geburtshilfe war schon immer groß. Daher war ich glücklich, 1995 einen der raren Ausbildungsplätze zur Hebamme an der Universitätsfrauenklinik Tübingen erhalten zu haben. Das Examen habe ich 1997 abgelegt. Im Jahr darauf begann ich mein Studium der Humanmedizin an der Uniklinik Frankfurt am Main. Parallel zum Studium habe ich durchgehend als angestellte und freiberufliche Hebamme einschließlich Beleg- und Hausgeburten gearbeitet“, beschreibt sie ihren Werdegang.
„Ich bin und bleibe Geburtshelferin – und zwar mit beiden Ausbildungen. Daher habe ich mich für die schon immer geburtenstarke Klinik Mariahilf entschieden.“
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