„Ganz besondere Magie“

Schon jetzt in Weihnachtsstimmung: Anne Rehberg im Schnee. Foto: EIN
 
Glühwein auf dem Harburger Rathausmarkt: Anne Rehberg stößt mit Melanie-Gitte Lansmann (Citymanagerin Harburg, l.) und Melanie Wittka (Centermanagerin Harburg Arcaden) an.

Sie organisiert den Harburger Weihnachtsmarkt: Interview mit Anne Rehberg

Von Olaf Zimmermann.
Frau Rehberg, wann genau findet der Weihnachtsmarkt in Hamburg-Harburg in diesem Jahr statt?
Anne Rehberg: Der Harburger Weihnachtsmarkt öffnet seine Pforten in diesem Jahr zum ersten Mal am Donnerstag, 19. November. Dann lädt er bis zum 27. Dezember täglich seine großen und kleinen Besucher dazu ein, durch die weihnachtlich geschmückten Buden zu schlendern. Hier können sie sich von der besonderen Atmosphäre und dem umfangreichen Programm für die ganze Familie auf die schönste Zeit des Jahres einstimmen zu lassen. Eine kleine Ausnahme gibt es: am 24. und 25. Dezember bleibt der Weihnachtsmarkt geschlossen.

Wie sind die Öffnungszeiten?
Von Montag bis Sonnabend ist der Harburger Weihnachtsmarkt jeweils von 11 bis 20 Uhr geöffnet, am Sonntag von 13 bis 20 Uhr. Wer noch etwas essen oder trinken möchte, hat noch Zeit bis 21.30 Uhr – die gastronomischen Stände schließen erst dann.

Welche Stände und Programmpunkte sind neu in diesem Jahr?
Wir haben zum ersten Mal eine echte Baumkugelbemalerin dabei, und ein Schmied wird den Weihnachtsmarktbesuchern sein Handwerk präsentieren. Außerdem wird die Achse vom Rathaus bis zum Museum nach einem neuen Konzept beleuchtet, und ein neues, großes Dekorationsobjekt trägt zum Zauber des Weihnachtsmarktes bei. 

Ist der Standort auf dem Rathausplatz ideal?

Viele andere Märkte würden sich sicherlich freuen, eine so zauberhafte Kulisse zu haben. Weihnachten ist die Zeit der Nostalgie und der Geheimnisse. Was kann da schöner sein, als die festlich geschmückten und beleuchteten Stände umrahmt von einem Gebäude, das allerhand Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählen könnte? Das hat eine ganz besondere Magie. Die grün angestrahlten Bäume im Umkreis vermitteln zudem den Eindruck, als befände sich der Markt inmitten eines riesigen Märchenwaldes.

Fällt es dennoch schwer, Marktbeschicker für Harburg zu finden?
Das ist in jedem Jahr eine Herausforderung. Der Innenstadthandel und der Tourismus sind Gradmesser für Marktteilnehmer. Ein breit gefächerter, funktionierender Mix ist das beste Argument für potentielle Teilnehmer. Tourismus sorgt zudem für zusätzliches Publikum. Dinge, an denen wir hier weiterhin arbeiten müssen. Es erfüllt mich aber mit Stolz, dass wir Teilnehmer gefunden haben und immer wieder finden, die unser Engagement mit Investitionen und kreativem Unternehmergeist bereichern.

Welche Angebote kommen in Harburg an, was klappt weniger gut?
Besondere Resonanz finden individuelle Angebote. Also Händler, die ihren Produkten eine eigene Note verleihen, mit Kreativität überzeugen. Erfolgreich sind jene, die den persönlichen Kontakt zu ihren Kunden pflegen und die auf ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis sowie guten Service achten.
Unsere Bäckerei beispielsweise, die tolle Rezepte hat, beste Zutaten verwendet, alles selbst herstellt und freundliches Personal einsetzt. Hier ist der Chef vor Ort, alles ist liebevoll dekoriert.

Sind die Preise auf dem Harburger Markt niedriger als auf Weihnachtsmärkten in der Hamburger-City?
Allgemein lässt sich sagen, dass auf jeden Fall die Preise der Produkte auf dem Harburger Weihnachtsmarkt teilweise niedriger sind als auf den Märkten in der Innenstadt. Bei den Mandeln hat es zum Beispiel eine Preissteigerung von 30 Prozent für Rohware in diesem Jahr gegeben. Diese Erhöhung wird in Harburg nicht an die Kunden weitergegeben. Wie das in der Innenstadt ist? Wir werden sehen.

Müssen Marktbeschicker erst einmal einen Stand in Harburg gehabt haben, ehe sie auf lukrativere Weihnachtsmärkte in Hamburg dürfen?
Jeder Veranstalter entscheidet selbst, welche Händler er zulässt. Nach welchen Kriterien die Marktbeschicker in der Innenstadt ausgewählt werden, kann ich Ihnen daher nicht sagen. Generell hat man als Veranstalter immer ein Interesse daran, den Marktbesuchern einen stimmigen Mix aus unterschiedlichen Produkten, kulinarischen Angeboten und Programmpunkten zu bieten. Wir möchten vor allem Familien ansprechen. Ein besonderes Anliegen ist es für uns, gerade für Kinder viel Schönes, nicht nur Kaufbares zu haben.

Wenn Sie für den Harburger Weihnachtsmarkt einen Wunsch frei hätten – was würden Sie sich wünschen?
Das ist ganz einfach: Ich habe ja schon vorher erwähnt, dass ich es sehr wichtig fände, den Tourismus in Harburg stärker zu fördern – nicht nur im Hinblick auf den Weihnachtsmarkt. Zu sehen gibt es ja genug. Auf diese Weise könnte Harburg vom Tourismusboom der Stadt Hamburg profitieren, und es hätte für alle etwas Positives. Für die Menschen hier vor Ort gäbe es dann neue Arbeitsplätze – und die Touristen könnten entdecken, dass Hamburg noch einiges mehr bietet, als sie bislang denken.

Anne Rehberg

wurde vor 49 Jahren in Naumburg an der Saale
geboren. Sie ist Diplom-Kauffrau. Anne Rehberg ist verheiratet und Mutter eines Sohnes. Zu ihren Hobbys zählen ihr Garten und ihre Freunde, außerdem liest sie gerne. Macht sie Sport? „Den betreibe ich bereits beim Auf- und Abbau von Veranstaltungen.“
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