Erfolgsgeschichte auf dem Wasser

Sonne, Brett und gute Laune: Siegfried Weckler blickt zuversichtlich in die neue Wassersport-Saison. Foto: Andreas Tsilis

Siegfried Weckler hat Zukunftspläne für die Wasserskianlage Neuland

Von Andres Tsilis. Siegfried Weckler, Inhaber der Wasserskianlage Neuland, steht am Wasser und schaut auf sein Telefon. Fünf verschiedene Wetterprogramme hat er auf seinem Smartphone geladen, alle sagen voraus, dass es heute ein schöner Tag wird. Bei Sonne ist viel los in Neuland, im letzten Jahr war es häufig brechend voll. „2014 lief Bombe“, sagt der Chef.
Der Umsatz reichte locker, um die höheren sechsstelligen Kosten der Neuinvestitionen für dieses Jahr zu decken. Die Saison ist jung, die Anlage in Schuss, das klingt erst einmal gut. Auf den jüngsten Erfolgen will sich Weckler aber nicht ausruhen: Der Kauf von fünf neuen Wassersport-Hindernissen (im Fachjargon „Obstacles“ genannt) und die Umbauten auf der Anlage sind Teil seines umfangreichen Dreijahresplans. Weckler überlegt, die Anlage in einen Fortgeschrittenen- und Anfängerbereich zu teilen. Statt wie bisher 850 Meter könnten Wassersportbegeisterte dann über 1,1 Kilometer ihre Bahnen ziehen. Die Investitionskosten schätzt er auf rund 350.000 Euro, losgehen könnte es dann 2017.

„Ständig müssen neue Ideen her“, sagt Weckler

„Bundesweit liegen Zweiteilungen im Trend“, sagt Weckler, und da seine Anlage dauerhaft attraktiv sein soll, müssen ständig frische Ideen her.
Mit einer anderen Idee hat es indes nicht geklappt: Weckler wollte „Flyboarding“ (Fliegen auf dem Wasser mit Raketenrucksack und Jetski) anbieten. Die Behörden bewilligten die beantragten sechs Termine pro Jahr allerdings nicht, offizielle Begründung: Motorsport sei auf dem See nicht erlaubt. Weckler schüttelt den Kopf, aber mit der behördlichen Abfuhr ist sein Einfallsreichtum noch lange nicht erschöpft.
Er möchte nun „Stand Up Paddling“, Stehpaddeln auf dem Surfbrett, anbieten. Das sei besonders für Schulen mit magerem Sportangebot interessant. Wecklers Handy klingelt. Wakeboard-Weltmeister Frederic von Osten (22), Stammfahrer auf der Anlage, muss für heute absagen. Es gibt Terminprobleme. Macht nix, sagt Weckler. Die Sonne scheint, die Gäste haben Spaß, alles weitere ergibt sich, da ist Siegfried Weckler ganz Optimist.
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