Er ist der Mount Everest Hamburgs

Im Naturschutzgebiet Fischbeker Heide ist der Raufußkauz beheimatet. Damit er nicht von Wanderern vertrieben wird, gibt es keine Ausschilderung zum dortigen Hasselbrack, Hamburgs höchster natürlicher Erhebung. Foto: NABU/Claus Koenig

Im Naturschutzgebiet Fischbeker Heide steht der Hasselbrack – er ist über 116 Meter hoch

Von Karin Istel. Er steht bundesweit in einer Reihe mit der Zugspitze, dem Feldberg und dem Brocken: der Hasselbrack. Er ist die höchste Erhebung im Stadtstaat Hamburg. Doch im Gegensatz zu den höchsten Bergen in den anderen Bundesländern, beispielsweise der Zugspitze mit 2.962,06 Metern, ist der Hasselbrack nur 116,2 Meter hoch.

Wo steht denn der Berg?
Im Naturschutzgebiet Fischbeker Heide.

Was gibt´s auf dem Berg?
Einen Stein, der die Höhe anzeigt, sowie seit Juli 2011 ein Gipfelbuch, in das man sich nach der „Besteigung“ eintragen kann. Was es allerdings nicht gibt: eine Bergspitze. Weshalb sie oft übersehen wird: Man radelt, wandert, reitet, geht oder rennt auf den Wegen oft an ihm vorbei.

Warum kennt den Berg keiner?
Weil es keine Ausschilderungen gibt. Das will die Umweltbehörde nicht.
Auch auf der Wanderkarte vor dem S-Bahnhof Neugraben ist der Name Hasselbrack nur mit Lupe zu finden. Wo genau er ist, ist nicht eingezeichnet.

Der Hasselbrack ist eine Superlative Hamburgs. Warum wird er nicht ausgeschildert?
Die Umweltbehörde befürchtet einen Massentourismus zu dem leicht zu erklimmenden Berg. „Es gibt schon Pfade zum Berg, die nicht durch Hinweisschilder mit vielen Besuchern zu breiten, ausgetretenen Wegen werden sollen“, so Volker Dumann von der Umweltbehörde. „Der Hasselbrack liegt zwar am Rand, aber immerhin in einem Naturschutzgebiet, das unter anderem zum Schutz des in Hamburg äußerst seltenen Raufußkauzes eingerichtet wurde.“
Eine Hoffnung gibt´s allerdings für Wanderer: „Der Hasselbrack ist übrigens im offiziellen Faltblatt über das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide verzeichnet“, so Dumann.

Ist der Hasselbrack deutschlandweit der niedrigste Berg?
Nein, die Erhebung im Friedehorstpark in Bremen ist mit 32,5 Metern noch niedriger.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.