Er gibt bedürftigen Kindern eine Zukunft

Jubilar Dieter Bahlmann und seine Schwester Margrit Kretschmer stoßen auf seinen 75. Geburtstag an. Foto: ki

Der SOS-Kinderdorf-Förderer Dieter Bahlmann feierte seinen 75. Geburtstag mit Familie, Freunden, Bekannten und Lokalprominenz.

Von Karin Istel. Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Das dachte sich auch Dieter Bahlmann und feierte seinen Geburtstag mit viel Lokalprominenz auf den Tag genau an seinem 75. Geburtstag. Dem Jubilar, der aus der Harburger Kulturwelt nicht mehr wegzudenken ist, gratulierte neben Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten auch viel Lokalprominenz. Gefeiert wurde den ganzen Tag lang in drei „Schichten“.
Die Geburtstagsrede hielt Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg (früher: Helms-Museum). Er lobte das soziale Engagement Bahlmanns. So organisiert der Jubilar seit mehr als 30 Jahren Benefiz-Konzerte zugunsten der SOS-Kinderdörfer.
Begonnen hat sein Engagement 1981, als sein Arbeitgeber Karstadt zum 100-jährigen Firmenjubiläum ein SOS Kinderdorf in Brasilien stiftete. Bahlmann, der als Buch-Abteilungsleiter damals auch Lesungen und Autogrammstunden mit Prominenten wie Curd Jürgens und Ephraim Kishon organisierte, entschied sich im Jahre 1982, eigene Veranstaltungen zugunsten von SOS durchzuführen. „Meine Mutter musste in den schwierigen Nachkriegsjahren vier Kinder alleine groß ziehen“, so Bahlmann. „Ich musste Lumpen sammeln.“ Damals habe er sich geschworen, dass er sich später ehrenamtlich für bedürftige Mädchen und Jungen einsetzen würde.

Über eine halbe Million Euro für Kinder gesammelt

In den vergangenen 34 Jahren erwirtschafte der agile Senior einen Reinerlös in Höhe von mehr als einer halben Million Euro, die überwiegend dem Kinderdorf Jacarepagua in Rio de Janeiro zugute kamen. Dort leben bis zu 135 Kinder, die von ihren Müttern solange begleitet werden, „bis sie in der Lage sind ihr Leben selbstständig zu meistern“, wie Bahlmann erzählt. Fünfmal war er auf eigene Kosten vor Ort, lebte im Kinderdorf, sprach mit Kindern und Verantwortlichen.
Trotz Lob und Anerkennung ist Bundesverdienstkreuzträger Bahlmann bescheiden geblieben. Sein Lohn ist „die tiefe Befriedigung, wie das Engagement für SOS in Deutschland ankommt“.
Obwohl mittlerweile 75 Jahre jung, denkt Bahlmann noch lange nicht ans Aufhören: „Mindestens drei weitere Blues and Boogie-Nights“ sollen es noch werden.“ Die nächste startet am Freitag, 23. Oktober, um 20 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle. Mit dabei sind wieder Größen wie Axel Zwingenberger und Abi Wallenstein – Musiker, die Bahlmann auch selbst gern hört. Der Kartenvorverkauf läuft.

Blues& Boogie -Night

Freitag, 23. Oktober,
Friedrich-Ebert-Halle
Alter Postweg 30-38
20 Uhr, Einlass 19 Uhr
Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen
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