Elektro-Flitzer aus Harburg

Das TUHH-Team schaut Senator Frank Horch beim Probesitzen im Elektroflitzer zu. Foto: TUHH/ BITTCHER

Studenten der TUHH stellen Rennwagen egn17 vor – erster Start am 20. Juli auf dem Euroring

Siegmund Borstel/TUHH, Harburg

Schneller, leichter, schnittiger: Studenten der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) haben einen neuen elektrischen Rennwagen gebaut: den egn17. Mit dem Flitzer wird das TUHH-Team sich auf den namhaftesten Rennstrecken Europas mit anderen Teams der „Formula Student“ messen. Auch auf der erstmals ausgetragenen Serie für selbstfahrende Elektro-Rennwagen schicken die Harburger einen Wagen an den Start.
Mit dem egn17 „haben wir einen großen technologischen Sprung gemacht, da wir das ers-te Mal einen Allradantrieb verwenden“, sagt Jacqueline Bartsch, Leiterin des Teams. Außerdem ist der aktuelle Flitzer wegen des Unterbodens wesentlich windschnittiger als sein Vorgänger.
Besonders spannend: In diesem Jahr wurden die Radträger 3D gedruckt. Dadurch wurde insgesamt zehn Kilogramm Gewicht eingespart. Ein starker Vorteil, wenn ab dem 20. Juli die Startflagge zur Formula Student auf dem Euroring in Ungarn geschwenkt wird. Denn: Ein leichter Rennwagen kann bei gleichem Energieaufwand wesentlich schneller beschleunigen.
Für den Wettbewerb der selbstfahrenden Formula-Student-Wagen hat das Harburger Team „normale“ Vorjahresmodell egn16 zum egn_dv17 (Driverless) umgerüstet. Kameras und Sensoren wurden eingebaut, damit der Wagen selbstständig die Strecke erkennen kann. Neben den mechanischen Änderungen waren vor allem jede Menge Softwareentwicklungen gefragt, damit der egn_dv17 auch wirklich autonom fahren kann. „Daher besteht unser Team aus Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen, die interdisziplinär zusammenarbeiten“, erklärt Nils Albrecht vom e-gnition Driverless Team.
Viel Lob gab es bei der Vorstellung der Flitzer aus Harburg von Wirtschaftssenator Frank Horch: „Der Rennwagen und das Team von e-gnition sind hervorragende Botschafter für das Thema E-Mobilität und für Hamburg.“

e-gnition
Innerhalb eines Jahres planen, konstruieren und bauen Studenten der TU Hamburg-Harburg neben ihren Lehrveranstaltungen einen neuen elektrischen Formel–Rennwagen, um sich auf namhaften Rennstrecken in Europa mit anderen Teams der Formula Student zu messen. Der egn17 ist bereits der sechste Rennwagen, der an der TUHH entsteht.
Gearbeitet wird mit neuen und alternativen Werkstoffen sowie modernsten Fertigungsverfahren. Rund 80 Studenten aus fast allen TUHH-Studiengängen sind in dieser Saison an dem Projekt beteiligt.
❱❱ www.egnition-hamburg.de
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.