Einmal Gildekönig sein

Rolf-Dieter Eckert bekommt die Königskette umgehängt. Mit Conrad Bader, Jörg Geffke und Nico Ehlers musste Eckert drei Konkurrenten bezwingen. Foto: PR
 
Gildekönig Rolf-Dieter Eckert (Mitte) freut sich mit seinen Ehrengästen (v.l.) Dierk Trispel (stellv. Bezirksamtsleiter), Heinz Lüers (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Harburg-Buxtehude), Dr. Georg Mecke (Airbus), Prof. Rainer-Maria Weiss (Direktor Archäologisches Museum Hamburg / Helms-Museum), Kapitän zur See Michael Setzer und Prof. Garabed Antranikian (Präsident Technische Universität) auf das Essen im Privathotel Lindtner. Foto: Kreller

Rolf-Dieter Eckert erfüllte sich diesen Kindheitstraum

Niels Kreller, Harburg

„Ich habe mir damit einen Kindheitstraum erfüllt. Ich war schon als kleiner Junge Zaungast beim Vogelschießen auf dem Schwarzenberg.“ Wenn Rolf-Dieter Eckert, König der Harburger Schützengilde von 1528, nach den bewegendsten Momenten seiner Zeit als Gilde-König gefragt wird, dann fällt ihm als erstes der Moment ein, in dem er den letzten Span des Vogels abgeschossen hatte. Und noch immer sieht man in seinem Gesicht diese Mischung aus Freude und Überraschung, wie sie vor fast einem Jahr dort schon zu sehen war.
Ein weiterer Höhepunkt für Rolf-Dieter Eckert war sein Königsball im Privathotel Lindtner im Dezember. „Kein anderer Ball hat den übertroffen“, schwärmt er noch heute davon. Extra für diesen Ball hatte er mit seiner Frau Beate Tanzunterricht genommen. Sein Schützenbruder Ulf Saalbach hatte den beiden angeboten, ihnen in den Räumen der Tanzabteilung des TSV Buchholz 08 ein bisschen Nachhilfe zu geben.
Saalbach selbst ist nicht nur, wie Eckert, im Schießclub Welfen zu Harburg, sondern auch seit zehn Jahren Turniertänzer. Die Eckerts waren seine ersten „Schüler“. Die Mühe hat sich gelohnt, denn beim Ehrentanz auf dem Winterball legten die beiden eine sichere und flotte Sohle aufs Parkett. Und noch heute sind die beiden fleißig dabei und sind in den Tanzkreis eingetreten.
Auf rund 70 Veranstaltungen hat Rolf-Dieter Eckert bis jetzt in seinem Königsjahr die Gilde als König repräsentiert. Darunter auch auf dem Landeskönigsball – was hervorzuheben ist, denn lange Jahre war kein Gildekönig mehr dort gewesen. Zeitgleich fand bis zum letzten Jahr der Winterball statt. Die weiteste Reise unternahm er mit der Vereinigung ehemaliger Könige auf die Seehundstation Friedrichskoog. „Es war spannend, etwas über Seehunde und Kegelrobben zu erfahren“, berichtet Eckert von dieser Fahrt.
Wie aber wird man Gildekönig? Gibt es etwas, dass Eckert seinen potentiellen Nachfolgern beim Schießen rät? „Außer genauem Schießen und einem Quentchen Glück gibt es da nicht viel. Und natürlich, dass es keiner vor dir schafft“, erzählt er. Oft ergibt es sich auch erst während des Schießens, dass sich jemand entscheidet, um die Königswürde zu kämpfen. Aber wenn man sich dafür entschieden hat, dann muss man Nerven bewahren. „Du zitterst bei jedem Schuss der anderen, dass der Vogel nicht fällt“, so Eckert über die kurze Zeit des Schießens vor einem Jahr.
„Ich habe meiner Frau schon vor 19 Jahren gesagt, dass ich irgendwann König sein möchte. Und am Morgen habe ich dann gesagt, dass vielleicht mit drauf halte.“ Woraufhin Beate Ecker wohl nur meinte: „Ja, ja, mach Du nur.“
Was wird er mitnehmen, wenn er wieder zurück ins Glied tritt? „Ich konnte viele Freundschaften schließen und Verbindung zu anderen Vereinen bekommen. Durch die gegenseitigen Einladungen habe ich viele Vereine kennengelernt. Zum Beispiel Tötensen-Westerhof und Marmstorf, wo ich auch Mitglied geworden bin.“ Und die Kosten für so ein Königsjahr? Das komme immer drauf an, wieviel man als König unternehme. „Es gab auch viel Unterstützung aus den Abteilungen, wofür ich sehr dankbar bin“, so Eckert.
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