Eine dicke Überraschung

Im Bundeskader angekommen: Mia Meyer bekam Post vom Deutschen Ruderverband. Foto: pr

Die Kolumne von Mia Meyer.

Ich wollte gerade in die Küche gehen und mir etwas zu essen machen, als mein Vater mir aus dem Bad zurief, dass ich Post vom Deutschen Ruderverband habe. Vermutlich sei es eine Zeitschrift, sagte er mir noch im Vorbeigehen. Neugierig ging ich nach unten. Auf dem Küchentisch lag ein Päckchen, eigentlich eher ein Paket auf meinem Platz. Meiner Meinung nach etwas zu dick für das „Rudermagazin“ oder die „Rudersport“, aber was sollte sich sonst darin verbergen? Vorsichtig öffnete ich die Klebekante und holte nach und nach etliche Zettel, in variierender Anzahl zusammengeheftet, sogar einen ganzen Stapel in der Dicke eines Romans heraus. Als ich die Blätter dann genauer anschaute, fiel mir ein Schlagwort sofort ins Auge: „Bundeskaderzugehörigkeit“. Mein Herz machte einen kleinen Sprung vor Freude. Mein Ansporn für den Baltic Cup, einen internationalen Wettkampf in Litauen, den ich mit meiner Mannschaft gewinnen konnte, war die Chance, einen Kader hochzurutschen. Kader sind durch Sportverbände bezeichnete Kategorien zur Förderung von Sportlern, die ein gewisses Leistungsniveau erreichen konnten. Seit drei Jahren bin ich im D-Kader, das ist der Landeskader für Hamburg. Und jetzt wurde mir mit dem Schreiben bestätigt, dass ich ein großes Saisonziel tatsächlich erreicht habe: In den CJ-Kader, die unterste Stufe des Bundeskaders, einzutreten. Was ich davon habe? Unter anderem Massagen am Olympiastützpunkt, die ich mit Sicherheit schon bald beanspruchen werde.

Mia Meyer (17) geht in die zwölfte Klasse des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und ist Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und auf dem Weg zum Abitur im nächsten Jahr alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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