Ein Super-Winzer aus dem hohen Norden

Nach der Abschlussprüfung in diesem Sommer will Daniel Eilers zunächst noch in Würzburg arbeiten, langfristig lockt ihn aber der Weinbau in aller Welt. Foto: NDR

Daniel Eilers errang sechsten Platz beim Bundeswettbewerb der Nachwuchswinzer

Gaby Pöpleu, Marmstorf

Daniel Eilers gehört zu den besten Nachwuchswinzern Deutschlands. Das hat der 23-jährige Marmstorfer jetzt auch schriftlich. Mit einem sechsten Platz beim Winzerwettbewerb des Bundes der Landjugend im mecklenburg-vorpommerschen Güstrow belegte er eindrucksvoll, dass auch Norddeutsche diesen – an der Elbe eher exotischen – Beruf beherrschen können.
Im Bayerischen Landeswettbewerb hatte er den zweiten Platz errungen und sich damit für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Denn Daniel Eilers lernt Winzer auf dem Weigut am Stein in Würzburg. Dort lernte er alles über Weinbau, was ein Winzer wissen muss: vom Arbeitsschutz über das Anpflanzen von Rebstöcken bis zum Test des Schwefelgehalts und zur Geschmacksprüfung. Eine Aufgabe des Wettbewerbs war zum Beispiel der fachgerechte „Abstich“. Das heißt: Daniel musste Wein aus einem Fass abfüllen, ohne Hefe aufzuwirbeln.
Winzerlehre statt Philosophiestudium
Dabei war ihm der Weinbau – anders als manchem Mit-Winzerlehrling aus dem Süddeutschen – nicht gerade in die Wiege gelegt worden: „Das war eigentlich Zufall“, erklärt Daniel ganz offen. Er hatte sein Abi gebaut, wusste noch nicht so genau, was er beruflich eigentlich machen wollte, ging deshalb zunächst ins Ausland. Auf der Suche nach Sinn folgte ein Philosophiestudium, doch auch das überzeugte Daniel nicht.
Nach einer Weinprobe spukte ihm der Winzerberuf da schon im Kopf herum, ließ sich auch durch einen Indienaufenthalt nicht verdrängen. „Das hat bei mir viel in Bewegung gesetzt. Die Arbeit draußen, das Vielfältige des Berufs und die Erzeugung eines natürlichen Produkts haben mich begeistert“, erklärt der junge Mann seine Leidenschaft für den Weinbau.
Das gute Abschneiden in der Prüfung war dann logische Fortführung. „Ich gehe vollkommen in meinem Beruf auf“, sagt Daniel, „Ich habe den Beruf gefunden, der zu mir passt.“ Wenn die Abschlussprüfung im Sommer geschafft ist, will er zunächst auf dem Weingut in Würzburg weiterarbeiten. Langfristig aber reizt ihn der weltweite Weinanbau. Eilers mit einem Augenzwinkern: „Wir werden sehen, ob da auch am Äquator noch was geht.“
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