Drei unten, drei oben mitten in Harburg

Treffsicher im Süden: Bürgermeister Olaf Scholz hat großen Spaß beim Torwandschießen auf dem Harburger Rathausplatz. Foto: Niels Kreller

Bürgermeister Olaf Scholz bei der Harburger Schützenilde

Matthias Greulich, Harburg

Als die Rede im Festzelt vorbei war, stoppte der Bürgermeister bei der Torwand und zog sein Sakko aus. Wie ein kleiner Junge freute sich Olaf Scholz, als er auf die Wand der Harburger Fußball Altherren-Auswahl schoss, die dort aufgestellt worden war, um Geld für die Deutsche Muskelschwund-Hilfe zu sammeln.
Drinnen im Festzelt hatte der Senatschef als Ehrengast der Harburger Schützengilde zuvor mit leiser Stimme die schönen Seiten des südlichsten Hamburger Bezirks aufgezählt. „Harburg ist lebenswert und grün in seiner Mitte“, sagte Scholz, um dann zu den digitalen Arbeitsplätzen überzuleiten, die gerade im Harburger Binnenhafen geschaffen werden, und zu den Wohnungen, die südlich der Elbe entstehen.
Der Bezirk sei näher an den Rest der Stadt heran gerückt. „Der Sprung über die Elbe ist längst kein Weitsprung mehr!“ Freundlicher Applaus von den Mitgliedern der Harburger Schützengilde an diesem Sommertag im Zelt, das seit 2015 auf dem Harburger Rathausplatz aufgebaut wird. Weil auf dem Schwarzenberg bis vor kurzem eine provisorische Flüchtlingsunterkunft stand, lobte Scholz die Schützengilde für ihre Kooperation, den angestammten Platz für das Containerdorf geräumt zu haben. „Ganz großen Dank dafür“, so der Bürgermeister. Nach einem kurzen Zögern gab es auch dafür mittelstarken Beifall von den Gästen.
Als Gastgeschenk kündigte Scholz die Renovierung des Kaiserbrunnens auf dem Schwarzenberg an. Ob das Zelt in den kommenden Jahren dorthin zurück-kehrt, ist fraglich. „Der Rathausplatz ist das Herz von Harburg. Der Bezirk würde es begrüßen, wenn die Gilde weiter hier feiern würde“, so Bezirksamtsleiter Thomas Völsch (SPD).
Als sein Parteifreund dies sagte, war Olaf Scholz nach seinem Intermezzo an der Harburger Torwand schon wieder nach Norden aufgebrochen, wo die Vorbereitung des G20-Gipfels auf ihn wartete. In Harburg war ihm, anders als den Senatskollegen Ties Rabe (Bildung) und Dorothee Stapelfeldt (Stadtentwicklung), in den vergangenen Jahren ein sehr freundlicher Empfang bereitet worden. „Happy Birthday, lieber Olaf“ hatten die 600 Gäste begleitet von der Marschkapelle gesungen. Hamburgs Erster Bürgermeister hatte am Tag zuvor seinen 59. Geburtstag gefeiert.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.