Dieser Junge sucht seinen leiblichen Vater

Mario Borchert im Jahr 1966: Inzwischen lebt er in Tostedt. Seine Mutter starb, als er 19 Jahre alt war. Foto: privat

José Blasquez arbeitete 1961 als Gastarbeiter in Harburg.

Von Horst Baumann. Sie lernten sich 1961 beim Tanztee in der Nähe des Kiekebergs kennen: José Blasquez, der spanische „Gastarbeiter“, und Christa Borchert, die junge Harburgerin. Am 23. Februar wurde ihr Sohn Mario geboren, der seinen leiblichen Vater nach 52 Jahren wiedersehen möchte.
Anfang der 1960er-Jahre hatte die Bundesrepublik Arbeitskräfte aus Spanien angeworben, einige von ihnen lebten in Unterkünften am Falkenbergsweg oder am Petershof in Fischbek-Neugraben. Einer von ihnen war Blasquez, von dem es heißt, er sei wieder zurück nach Spanien gezogen.
Mario Borchert wuchs mit einem Stiefvater auf, der starb als sein Stiefsohn 14 Jahre alt war. Damals erfuhr er, dass er einen leiblichen Vater hat. Später sah er die Bilder und Briefe von José Blasquez, die seine Mutter aufbewahrt hatte.
Auf einem Schwarzweißfoto wird der kleine Mario von seinem stolzen Papa in die Kamera gehalten. „Ich allein und traurig“, hat dieser auf die Rückseite geschrieben. „Ehstorf über 5“ steht auf einem anderen Bild. „Das könnte ein Hinweis sein, wo Blasquez damals gewohnt hat: Ehestorfer Weg Nummer fünf“, sagt Peter Homann, der Mario Borchert bei der schwierigen Suche hilft – auch in Spanien via Facebook. „Wir sind für jeden Hinweis dankbar“, so Homann.

Kontakt: Wer etwas über Mario Borcherts Vater weiß möchte sich bitte bei Peter Homann melden: Tel. 04171/26 66, E-Mail angie.homann@t-online.de
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